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Per App clever einkaufen, sparen und die Umwelt schonen

Gegen Essen im Müll

HAMELN. Jeder von uns wirft pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg, das belegt eine Studie der Universität Stuttgart. Das meiste, was in die Tonne gelangt, ist jedoch nicht verdorben, sondern optisch nicht mehr ansprechend, unappetitlich. Die App „Zu gut für die Tonne“ macht Schluss mit der Verschwendung und gibt hilfreiche Tipps Reste in leckere Gerichte zu verwandeln und unterstützt beim richtigen Umgang mit Lebensmitteln.

veröffentlicht am 24.07.2017 um 17:21 Uhr
aktualisiert am 24.07.2017 um 18:10 Uhr

App „Zu gut für die Tonne“: weniger Abfall, mehr im Geldbeutel. Foto: Pixabay

Autor

Maike-Lisa Schulz Online-Praktikantin
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„Zu gut für die Tonne“ ist kostenfrei im Appstore und bei Google-Play erhältlich. Anwender können auf dem Smartphone oder Tablet auf eine große Vielfalt von Rezepten zugreifen, ihren Einkauf sinnvoll planen und Wissenswertes rund ums Thema Lagerung und Haltbarkeit für eine große Bandbreite von Lebensmitteln erhalten. Zusätzlich helfen die „Goldenen Regeln“ unnötige Lebensmittelabfälle zu vermeiden.

Rezeptsuche: Um auf die Datenbank mit den über 450 Rezepten zuzugreifen, müssen zunächst die Reste, also die Zutaten ausgewählt werden, die Sie noch zu Hause haben. Von A wie Apfel bis Z wie Zucchini sind hier alle gängigen Lebensmittel aufgeführt. Sie können auch bestimmen, welche Art von Gericht Sie zubereiten möchten. Das kann eine Hauptspeise, Suppe oder auch ein Salat sein. Anschließend erhalten Sie Rezeptvorschläge, die auch direkt in eine Merkliste aufgenommen werden können, wenn Ihnen diese besonders gut gefallen haben.

So müssen Sie nicht erneut nach dem Rezept suchen, sondern haben alle ihre Lieblingsgerichte an einem Ort gespeichert. Ob für eine oder mehrere Personen, jedes Rezept kann individuell an die Anzahl der Hungrigen angepasst werden. Die App rechnet dann entsprechend die Menge der benötigten Zutaten um. Diese lassen sich auch direkt in die „Planerliste“ einfügen, dem mobilen Einkaufszettel. Die Rezeptdatenbank wird ständig erweitert und regelmäßig aktualisiert. Anwender haben die Möglichkeit, neue Kreationen vorzuschlagen oder auf die Rezepte prominenter Kochpaten wie Johann Lafer oder Tim Mälzer zuzugreifen.

Den Einkauf clever planen: Um nicht für die Tonne einzukaufen, ist vor dem Besuch des Supermarkts eine sinnvolle Planung des Einkaufs wichtig. Die App nimmt Ihnen die Einkaufszettel-Schreiberei ab. Sie können ähnlich wie bei der Zutatenauswahl in der Rezeptsuche die Lebensmittel einfach per Touch auswählen und direkt in die „Planerliste“ einfügen. Hier können Sie genau angeben, welche Menge von etwas benötigt wird, denn so manches Rezept bedarf vielleicht nur zwei Eiern und einer Messerspitze Backpulver. Die Einkaufsliste ist immer auf dem Smartphone dabei, den Zettel zuhause liegenlassen war gestern. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Lebensmittel automatisch in Kategorien wie Fleisch, Gemüse oder Milchprodukte eingeteilt werden. Das macht den Einkaufszettel übersichtlicher.

Im Supermarkt können die Zutaten dann direkt von der Liste abgehakt werden. Wer nur kauft, was er wirklich (ver-)braucht, rettet bereits im Supermarkt Lebensmittel.

Alles auf einem Blick im Lebensmittellexikon: Wie muss ich meine Radieschen lagern, damit sie lange haltbar sind und kann ich sie einfach irgendwo im Kühlschrank platzieren? „Zu gut für die Tonne“ gibt Antworten. Im Lebensmittellexikon sind zu fast jedem Nahrungsmittel nützliche Informationen bezüglich der Lagerung und Haltbarkeit sowie hilfreiche Tipps
.
Die zehn goldenen Regeln:Diese goldenen Regeln fassen zusammen, worauf Sie achten müssen, um die Verschwendung zu vermeiden. Hier sind wichtige Informationen zur Kühlung und Haltbarkeit der Lebensmittel sowie Tipps, wie Sie mit kleinen Änderungen in Ihrem Einkaufsverhalten eine große Wirkung erzielen können.

Die App „Zu gut für die Tonne“ ist übersichtlich aufgebaut, die Funktionen sind leicht verständlich. Überraschend ist auch die große Auswahl an Lebensmitteln, die im Einkaufszettel aufgenommen werden kann. Ein großes Plus ist die Werbefreiheit: keine Unterbrechungen durch lästige Videos.

Die Anwendung stellt auch keinen Kontakt zu sozialen Netzwerken her und es wird nicht auf persönliche Daten des Smartphones zugegriffen. In-App-Käufe sind ebenso ausgeschlossen.




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