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Drei kostenlose Alternativen

Was tun, wenn Paint stirbt?

Schnell ein Bild in ein anderes Format umwandeln, die Größe ändern, ein Bildschirmfoto bearbeiten oder einfach nur ein wenig auf dem Bildschirm herumkritzeln - das alles kann Paint, die Grafiksoftware von Microsoft. Nach 32 Jahren wird Paint jedoch nicht länger fester Bestandteil von Windows sein. Zeit für eine Suche nach Alternativen.

veröffentlicht am 31.07.2017 um 16:20 Uhr
aktualisiert am 31.07.2017 um 17:00 Uhr

Die Software Paint wird bald nicht mehr fester Bestandteil von Microsoft Windows sein. Foto: Karolin Krämer/dpa

Bald will Microsoft das Programm nur noch über den Microsoft Store anbieten und nicht mehr weiter entwickeln. Bereits jetzt ist das Grafikprogramm im Store erhältlich. Dort wird es unter dem Namen Fresh Paint kostenlos angeboten und kann für PC‘s, aber auch für Mobilgeräte heruntergeladen werden. Die mobile App funktioniert allerdings nur auf einem Smartphone mit Windows-Betriebssystem. Ausnahmsweise bleiben hier einmal Android- und iOS-Nutzer außen vor.

Als Microsoft im Jahr 1985 sein Betriebssystem Windows auf den Markt brachte, war auch Paint dabei, damals jedoch noch unter dem Namen Paintbrush. Erst mit Windows 95 bekam die Software den heute bekannten Namen. Über die Jahre hat Paint auch einen gewissen Kultstatus erreicht. Zumindest war der Aufschrei groß, als in der letzten Woche die Nachricht von einem möglichen baldigen Ende der Software öffentlich wurde. Dass ein sofortiges Aus für das Programm nicht umsetzbar ist, sieht man derweil auch bei Microsoft ein. „Wenn wir etwas gelernt haben, dann, dass MS Paint nach 32 Jahren eine Menge Fans hat“, schreibt Managerin Megan Saunders in einem Blogbeitrag und betont zudem, dass das Programm nicht abgeschafft werde.

Unter Windows 10 heißt die Zukunft jedoch Paint 3D – auch dieses Programm gibt es kostenlos im Microsoft Store. Und seit dem Creators Update ist Paint 3D Teil von Windows 10. Der Nachfolger enthält dem Unternehmen zufolge die Funktionen von Paint und kann darüber hinaus auch 3D-Inhalte erschaffen.

„Wir lieben MS Paint immer noch“, schreibt Microsoft in seinem Blog. Zudem stellt das Unternehmen klar: Das Programm bleibt, bekomme nur ein neues „Zuhause“ im Store. Foto: Screenshot/Microsoft
  • „Wir lieben MS Paint immer noch“, schreibt Microsoft in seinem Blog. Zudem stellt das Unternehmen klar: Das Programm bleibt, bekomme nur ein neues „Zuhause“ im Store. Foto: Screenshot/Microsoft

Der Schreck um das mögliche Ende von Paint ist jedoch auch eine gute Gelegenheit, mal nach einer neuen Software für die alltäglichen Aufgaben zu suchen. Zahlreiche Alternativen sind auf dem Markt, viele davon kostenlos. Hier sind die drei bekanntesten Möglichkeiten:


Paint.NET: Ursprünglich als Studentenprojekt und Alternative zu Paint gestartet, beherrscht Paint.NET mittlerweile viele weitere Funktionen. Es speichert Dateien im eigenen PDN-Format, beherrscht aber auch die gängigen Formate Bitmap, GIF, JPG, PNG oder TIF. Die aktuellste Version ist kostenlos und läuft ab Windows 7 mit Service Pack 1.


IrfanView: Eigentlich hauptsächlich zum Anzeigen von Bildern gedacht, erlaubt das kostenlose IrfanView auch einfach Bearbeitungsschritte. Dazu zählen Beschnitt, Farb- und Kontrastanpassung oder Panorama-Stitching. Über Zusatzmodule lassen sich weitere Funktionen hinfügen. Größte Stärke ist das schnelle und unkomplizierte Öffnen, Durchsehen und Umformatieren von Fotos. IrfanView läuft auf nahezu allen Windows-Versionen und ist auch als tragbare App zum Ausführen von USB-Sticks verfügbar.


GIMP: Das Programm für Nutzer, die mehr als nur zuschneiden und umformatieren wollen. Als Studienprojekt gestartet, ist die Software mittlerweile für Windows, Linux und Mac verfügbar. GIMP ist kostenlos und bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Bearbeiten von Fotos oder zum Erstellen von Grafiken und Logos. Es lässt sich über Zusatzmodule um mehr Funktionen erweitern. Von den drei hier vorgestellten kostenlosen Bild-Programmen kommt GIMP einer professionellen Softwar - wie z.B. Photoshop am nächsten.

dpa/nt




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