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Fulminanter Start in die Open-Air-Saison

40 000 Fans bejubeln ihre Stars beim Expo-Plaza-Festival – unter anderem Lenny Kravitz und Rea Garvey

HANNOVER. Lenny Kravitz rockt die Plaza. Als nach 22 Uhr der Mann mit der wilden Frisur auf die Bühne tritt, ist Kreischalarm angesagt. Vor allem die weiblichen Fans schmachten ihn an, den Headliner des Abends. Auch wenn er fast 55 Jahre alt ist, scheint er in den Jahrzehnten seiner Karriere kaum gealtert.

veröffentlicht am 26.05.2019 um 21:14 Uhr

Kreischalarm für den Mann mit der wilden Friusur: Lenny Kravitz auf der Bühne des Plaza Festivals 2019. Foto: © NDR / Axel Herzig

Autor:

Lisa Malecha
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Noch immer sitzen Dreadlocks, Sonnenbrille und die braune Schlaghose mit dem Tuch in der Hintertasche perfekt. Noch immer ist er ein Sexsymbol. Auch die markante Stimme klingt unverändert. Auf dem Plaza Festival hat Krawitz, der natürlich mit Gitarre auf der Bühne steht, die größten Hits aus 30 Jahren im Showbusiness dabei: „It Ain’t Over Til It’s Over“, „Are You Gonna Go My Way“, „Fly Away“, „Again“, „American Woman“ (das in einer Reggaeversion endet und zu Bob Marleys „Get up, Stand up“ wird) und „I’ll Be Waiting“. Gut anderthalb Stunden liefert Krawitz Rock alter Schule mit einer gehörigen Portion Funk, Glam und Soul – Musik zum Wohlfühlen und Abfeiern – für 25 000 Zuhörer.

Zuvor hat Rea Garvey das Geschehen auf der Bühne bestimmt. Der irische Sänger und ehemalige Frontmann der 2010 aufgelösten deutschen Band Reamonn hat seine Hits im Gepäck, bei Liedern wie „Wild Love“ singen viele Besucher lauthals mit. Auch die, die sich nicht zu seinen Fans zählen, kennen die Singles „Kiss Me“, „Beautiful Life“ und „Is It Love?“ aus dem Radio. Seit 20 Jahren steht der Ire, der ebenso lange in Deutschland lebt, schon auf der Bühne. Garveys markante Stimme, die Einflüsse aus Folk und die Refrains zum Mitsingen kommen an. Doch der Musiker schlägt auch politische Töne an.„Ich bin stolz auf die junge Generation“,sagt er und erzählt von seiner 13-jährigen Tochter, die freitags demonstrieren gehe – bevor er Greta Thunberg auf den Leinwänden einspielen lässt. Zum Abschluss ist aber wieder der Witz dran. „Eigentlich wollten wir Konfetti in die Luft schießen, aber das ging nicht.“ Der Grund: Vogelschutz. Stattdessen gab es riesige Ballons und Rock and Roll.




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