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Geballtes Kulturprogramm für Kinder und Jugendliche in Planung / Organisatoren setzen auf Mithilfe

Eine Hamelner Sommer-Marke

HAMELN. Eine wiedererkennbare Marke für Hameln soll es dann einmal werden. Drei Monate lang kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche in der Stadt. Vernetzte Angebote, weil es schon in ganz vielfältigen Bereichen Kultur gibt in der Stadt. Nicht immer aber werden sie auf den ersten Blick wahrgenommen. „Kinderkultursommer“ – eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für das Vorhaben, sagt Dr. Dorothee Esser-Link, Fachbereichsleiterin für Kultur im Rathaus. Nur ein Arbeitstitel bislang.

veröffentlicht am 21.09.2018 um 16:37 Uhr

Der Sommer 2019 soll in Hameln für Kinder und Jugendliche kulturell so einiges bieten: Ideen sind gefragt, Hamelner können und sollen sich einbgringen in die bevorstehenden Plaungen. Foto: dpa
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite

Vom 1. Juni bis zum 31. August sollen die kulturellen Angebote, die es in der Stadt gibt, gebündelt und gemeinsam vermarktet werden. Dazu rufen nun die Stadt Hameln und weitere Kulturträger auf. In den kommenden Wochen sind Vereine, Verbände, Initiativen, aber auch private Anbieter gefragt, ihre Angebote für den kommenden Sommer mitzuteilen. Sabine Krauthäuser von „Bellabina kulturell„ ist so eine private Anbieterin. Sie wird sich beteiligen und sagt: „Auch wir haben einen Auftrag, kulturelle Bildung zu unterstützen.“

Die Veranstaltungen sollen in ein umfassendes Sommerprogramm gegossen und allesamt gemeinsam beworben werden. Wenn es so läuft, wie es sich Esser-Link und ihre Mitstreiter einer jüngst gegründeten Arbeitsgruppe vorstellen, dann wird dieser „Kultursommer“ zu einer Hamelner Marke – eine Veranstaltungsreihe, die wiederkehrend organisiert werden könnte. „Das Projekt soll auch eine Hilfestellung seitens der Stadt sein, um verschiedenste Akteure zusammenzubringen“, sagt Dorothee Esser-Link.

Auf das bestehende Angebot, was laut Esser-Link schon ausdrücklich „lebendig und vielfältig“ ist, noch etwas draufzusetzen, ist nicht das, was sich die Initiatoren vorstellen. „Das brauchen wir nicht.“ Es gebe ja schließlich schon genug. Nur sind die Akteure, die Kindern und Jugendlichen kulturell etwas zu bieten haben, nicht immer sichtbar – schon gar nicht mit einem geballten Programm. Auf spezielle Kulturrichtungen sei das Projekt nicht ausgelegt. „Wenn Kulturleute zusammenkommen, entstehen meist auch neue Ideen“, meint die Fachbereichsleiterin. „Vielleicht wird es auch Projekte geben, die sich erst anlässlich des Kinderkultursommers ergeben“, sagte sie.

Angesprochen sind Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 16 Jahre. Den Arbeitstitel „Kinderkultursommer“ will Esser-Link deshalb auch beim Arbeitstitel belassen. Schließlich würden sich Jugendliche so nur schwer ansprechen lassen. Ein anderer Name muss her. Doch dafür setzten die Organisatoren auf die Mithilfe aller Hamelner. „Es soll ein Name sein, der die Marke dauerhaft prägen soll“, sagt Claudia Höflich vom Hamelner Museum. Alle, die Ideen hätten, seien aufgerufen, sie preiszugeben. Am Ende soll der Name unter anderem auf Logos, in Broschüren und auf eine Internetseite die Hamelner Marke bekannt machen. Rund 80 Veranstaltungen seien bereits an die Stadt herangetragen worden, berichtet Elisabeth Guske, im Rathaus zuständig für die Kulturförderung. Es sollen noch weitaus mehr werden. Deshalb ruft Guske alle diejenigen, die Kulturveranstaltungen planen, dazu auf, beim „Kinderkultursommer“ mitzumachen. Damit die Planungen möglichst schnell für das kommende Jahr voranschreiten können, bittet sie Interessierte, sich bis zum 31. Oktober im Rathaus zu melden.

Immerhin: Der Anfang steht, das Ende auch. Starten soll das Hamelner Projekt mit einer Auftaktveranstaltung rund ums Hochzeitshaus. Hier haben laut Marc Telgheder (FiZ) insbesondere auch die Schulen Gelegenheit, die vielfältigen Angebote zu präsentieren – sei es Big Band, Orchester, Tanz- oder Theater-AG. Ende werde der Kultursommer am 31. August – mit einer großen „Party“ im Regenbogen.

Hinweis: Interessierte, die ihre Veranstaltungen melden oder einen Namen für das Projekt vorschlagen wollen, wenden sich an Elisabeth Guske, Tel. 05151/2021301, E-Mail: guske@hameln.de oder an Vera Eggers im Rathaus, Tel. 05151/2023967, E-Mail: eggers@hameln.de.




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