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In der Swiss Life Hall sucht er die Nähe zum Publikum

Einer von 5000: Max Giesinger in Hannover

HANNOVER. Schon beim zweiten Lied ist er mittendrin. Mittendrin im Publikum und begrüßt einige der 5000 Konzertbesucher – vor allem sind es junge Mädchen, die in den ersten Reihen stehen – persönlich. „Hallo, ich bin der Max, der Max Giesinger“, tönt er mit schwäbischem Akzent und stellt fest: „Ihr seht, ich bin ganz schön klein.“

veröffentlicht am 04.03.2019 um 10:02 Uhr

Er geht gerne ins Publikum: Max Giesinger war mehr als einmal inmitten seiner Fans. Foto: kk
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Klein, so habe er auch mal angefangen, erzählt er in der ausverkauften Swiss Life Hall. Vor zehn Jahren, da tingelte er noch mit einem seinem Bandkollegen, dem Steffen, zwischen Galeria Kaufhof und Karstadt hin und her, begann als Straßenmusiker seine Karriere. Das erste Konzert in Hannover fand im Lux statt, dann ging es schon ins Capitol und zwischenzeitlich beim Plaza-Festival neben anderen Künstlern aufs Messegelände.

Jetzt füllt Max Giesinger ganz alleine und ganz locker große Hallen. Und es geht noch mehr. Vor der Swiss Life Hall stehen etliche, die keine Karten haben, aber noch welche suchen. Es könnte beim nächsten Besuch in Hannover die Tui-Arena voll werden.

Im weißen T-Shirt und in Jeans-Hose – sein lässig aufgeknöpftes Hemd hat er längst ausgezogen – flitzt er über die Bühne, spielt er die Saiten seiner Gitarre und sucht immer wieder den Weg ins Publikum. Einige Songs, darunter sein Hit „Nicht so schnell“, spielt er in der Mitte der Swiss Life Hall am Piano. Für ein paar Lieder sitzen er und seine Band wieder mittendrin im Publikum. Diese Wohnzimmer-Atmosphäre, die er von Grill-Abenden und Tupperparties kennt, liebt er. Diese Nähe, sie zieht sich durch den Abend. Später sagt er: „Ohne euch würden wir nicht hier oben stehen.“ Dann holt er Adam aus dem Publikum auf die Bühne. „Wenn schon mal ein Mann soweit vorne steht, dann muss das auch gewürdigt werden.“ Und Adam darf aus 100 Songs drei ziehen, die Giesinger und seine Band spielen sollen. Wer hätte gedacht, bei einem Konzert von Max Giesinger Coolios „Gangsta`s Paradise“, „Back for Good“ von Take That und Cyndi Laupers „Girls just wanna have fun“ zu hören? Was folgt, ist tosender Applaus.

Foto: kk

Selbstverständlich erntet Giesinger den auch für seine Pop-Hymnen: „Legenden“, „Roulette“ und „Zuhause“. Und für Konzerte dieser Größenordnung fast üblich, gibt’s zum Ende Konfetti-Regen. Der Schwabe ist angekommen in den großen Hallen, auch wenn es ihn selbst doch immer noch ein wenig wundert. Und daher sucht er auch zum Ende der Show wieder die Nähe zum Publikum: Drei Kinder dürfen auf der Bühne mit ihm „80 Millionen“ zu Finale singen. Dazu gibt es Selfies, Autogramme; man merkt: Der Sänger ist in seinem Element. Eben mittendrin.




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