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Hamelner Tanztheatertage mit Neuinterpretationen von „Boléro“ und „Carmen“

Gefrorene Sinnlichkeit

HAMELN. „Ich habe nur ein einziges Meisterwerk komponiert – den Boléro. Leider völlig ohne Musik“. Doch genau dieser Boléro, den Maurice Ravel so geistreich einordnet, wurde mit seinen unablässigen Wiederholungen zum Inbegriff für Erotik. In ihrer Choreografie mit der MM Contemporary Dance Company aus Reggio Emilia erweitert Michele Merola die Gleichförmigkeit der musikalischen Steigerung durch minimalistische Drumbeats, die in ihrer Penetranz und fast kargen Strenge – ähnlich der Choreografie – kaum Gefühle zulässt.

veröffentlicht am 24.03.2019 um 20:20 Uhr

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