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„The Best of Harlem Gospel“ begeisterte im Weserberglandzentrum

Grandiose Stimmen

HAMELN. „With a smile on your face – let’s have fun“ Mit diesen Worten nahm Reverend Gregory M. Kelly die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch die glückliche Welt der Gospelmusik.

veröffentlicht am 15.02.2019 um 13:20 Uhr
aktualisiert am 15.02.2019 um 16:20 Uhr

Beeindruckte die Zuhörer im Weserberglandzentrum: Tiffany Marvin Woodside. Foto: kke

Autor:

Karin Kellerer

Der Funke sprang bereits bei dem ersten Song über. Das Publikum war begeistert, es klatschte mit und schon hielt es die ersten nicht mehr auf den Stühlen. „King Jesus is a listening“ lautete der zweite Song, auch hier genossen die mehr als 200 Gospelfans im Weserberglandzentrum zeitgenössische Gospelkunst.

Unter der Leitung von Reverend Gregory M. Kelly boten die Künstler mit dem Namen „Best of Harlem Gospel“ eine Show-Einlage, die das Publikum mit Liebe zur Musik und der Bereitschaft, sich auf diese einzulassen, sie nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren, mit allen Sinnen wahrgenommen und genossen hat. Aus vollem Herzen und mit atemberaubenden Stimmen zelebrierten die Künstler weltbekannte Titel wie „Oh when the Saints, go marching in“ oder „Oh happy day“.

Von verträumt bis fetzig – es war alles dabei. Auch kleine Rap-Einlagen fehlten nicht. Bei der beeindruckenden und starken Stimme von Tiffany Marvin Woodside wie auch bei Tiffany Mosley, auch die Sechs-Oktaven-Queen of Gospel genannt, bekam der ein oder anderen Zuschauer Gänsehaut. Auch Dominique Smith überzeugte mit „Down by the riverside“. Bei diesem Gassenhauer sang das Publikum mit und der Spaß und die Freude hatten alle in ihren Bann gezogen.

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Foto: kke

Timothy Riley (42) hat an der High School of Arts in Milwaukee und der Universität Wisconsin-Whitewater Gospel- und Jazz-Gesang studiert und lebte sechs Jahre in Hamburg. Er faszinierte die Zuhörer durch seine lockere und coole Art. Vor allem jedoch durch seine brillante Stimme lies er den Saal beben und die Stimmung stieg.

Gospel verschmolzen mit Pop und Soul – ein gigantisches Wahnsinnskonzert. Ein homogener Chorklang, der eigentlich gar keine musikalische Unterstützung mehr gebraucht hätte. Spitzentöne der Sänger, wie bei dem bekannten Song „Kum-baya“, waren dann die besonderen Höhepunkte. „Komm her hier!“ – Das ist die Übersetzung von Kumbaya.

Das Lied ist ursprünglich ein einfacher Appell an Gott, herzukommen und zu helfen. Bei diesem Lied sangen alle mit und der Hamelner Gospelchor war geboren. Ulrike Grell (55) und Andrea Biemüller (56) aus Hameln waren begeistert. „Wunderbare Stimmen, alles super – wir sind begeistert. Gerlinde Ostendorf (72): „Ich könnte heule – das geht mir nicht nur unter die Haut, sondern berührt auch mein Herz. Die sind mit einer derartig intensiven Freude dabei, man spürt die gewisse Ernsthaftigkeit gepaart mit Lebensfreude.“ Reinhard Ostendorf (72) pflichtet seiner Frau bei: „Einfach pure Emotionen“. Elsa (83) dagegen ist ein wenig enttäuscht. „Mir gefällt diese theatralische, übertriebene Freude nicht. Ich will mich nicht herum kommandieren lassen. Ich bin selbstständig und entscheide selbst, wann ich die Hände in die Höhe strecke und klatsche. Die Stimmen sind toll, aber ich hatte es mir anders vorgestellt.“

Karin, Eva und Dorothee aus Hameln hatten keine großartigen Vorstellungen, was sie erwartet. „Schöne flotte Musik, moderne Musik, Hauptsache schön“, so Karin. Dorothee kennt den Sound und die Melodien mit kirchlichem Hintergrund. „Es ist in der Sklavenzeit entstanden, so viel weiss ich und es kommt aus New York“.

Am Ende der Veranstaltung waren sie begeistert und ihre Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.

Nach diversen Zugaben wurden die Künstler von der Bühne unter rasendem Applaus entlassen und standen für Autogramme bereit. Ein gelungener Abend.




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