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Künstlergruppe „arche“ präsentiert heute ihre traditionelle Weihnachtsschau

Kleine Formate – ganz groß

HAMELN. Eine Idee muss schon verdammt gut sein, wenn sie Tradition werden will. Mit „Das kleine Format“ hat die Künstlergruppe „arche“ genau das geschafft. Kleine Formate, kleine Preise und den Christbaum fest im Blick, unter dem sich möglichst viele Kunstwerke finden sollen.

veröffentlicht am 22.11.2018 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 22.11.2018 um 21:50 Uhr

Letzte Vorbereitungen für die Ausstellung „Das kleine Format“. foto: wal
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Autor

Richard Peter Reporter

Denn individueller geht es fast nicht – und wer wollte es bestreiten: nachhaltiger auch nicht. Wer sich mit Kunst umgibt, mit Bildern und Plastiken lebt, sie täglich neu und anders erlebt – darf sich reicher fühlen. Mit ein Grund, dass die Galerie am Haspelmathturm die Ausstellungsdauer jetzt bis 13. Februar erweitert hat. Also nicht nur unser Weihnachtsmarkt will künftig über die eigentlichen Festtage hinaus präsent bleiben, auch die Künstlergruppe will künftig darauf setzen, ausgewählte Werke, die auch für den sogenannten kleinen Geldbeutel erschwinglich sind, über die feierlichen Geschenktage auszudehnen. Um sich zu erinnern: Weihnachten ist die Geburt Christi und schon die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland brachten kostbare Geschenke zur Krippe.

26 Künstler listet Prof. Wulf Schomer auf, der mit dem Rücktritt von Britta Samsen-Huch als Vorsitzende jetzt die „arche“-Geschäfte verwaltet. Und erstmals in der Autorengalerie zu bewundern: drei Bilder von Samsen-Huch, aparte Kompositionen, die gleichermaßen geheimnisvoll und dekorativ wirken. Moritz Bormann mit drei „VierMiniMalerIdolen“ – Pinsel, akribisch in Form gebracht. Utensilien, wie sie in jedem Atelier wuchern und nun eine Art Zweitleben erleben dürfen. Ebenfalls vertreten Irene und Josef Apportin mit diesmal besonders reizvollen Exponaten.

Weil fotografische Werke längst als Kunst-Genre anerkannt sind und eigene Museen füllen, auch diesmal wieder Arbeiten von Bernd Schlüter und Matthias Waldeck – als Dewezet-Dino, was tagesaktuelle Fotos betrifft – diesmal mit „Bunker-Bildern“ unter dem Titel „Reste eines untergegangenen Reiches“. Das Tausendjährig muss man sich dazudenken. Nach langer Zeit auch Claude Sikora wieder mit Bildern vertreten, Angela Skorka mit „Skizzenbuch“ und Edda Zesin mit zwei besonders reizvollen Blättern, die ihr „schwarzes Intermezzo“ abgeschüttelt haben und wie leichte Wölkchen wieder positive Akzente setzen. „arche“-Urgesteine wie Helmut Dohrmann mit Hingucker-Landschaften, Wolfgang Raddatz, Horst Richard Schlösser, eben noch mit einer Solo-Schau in der Galerie und Hans Sasse mit Holzfiguren, die in einer Bootswerft mit alten Werkzeugen in Hamburg entstanden.

Ein fast schon verwirrend buntes Angebot, das allemal eine Bandbreite präsentiert, zu der Goethe im „Faust“ den Text liefert: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“ Zum Beispiel heute Abend, 20 Uhr, bei der Vernissage in der „arche“.




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