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Konzert in der Handelslehranstalt – Schule geht Kooperation mit der jüdischen Gemeinde ein

Lebensfreude trifft Klezmer-Musik

HAMELN. Klezmer-Musik bringt Lebensfreude. Das bestätigen Besucher dieser Konzerte immer wieder. Klezmer-Musik hat ihren Ursprung im Kulturkreis der osteuropäischen Juden und ist teils fröhlich, stimmt aber auch nachdenklich. Mit dem Klarinettisten Roman Kuperschmidt und seiner Band hat die liberale jüdische Gemeinde jetzt besondere Kenner dieses Genres für ein Konzert in Hameln verpflichten können.

veröffentlicht am 10.06.2019 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 10:50 Uhr

Morgen in der Handelslehranstalt: der Klezmer-Klarinettist Roman Kuperschmidt mit seiner Band. Foto: privat
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Kuperschmidt, Alik Texler (Akkordeon/Gitarre), Eddy Davidko (Schlagzeug), Andre Sarafie (Kontrabass) und Elik Roitstein (Keyboard und Gesang) zählen in Europa zu den besten Musikern ihres Fachs, die mit ihrer jüdischen Musik die Zuhörer immer wieder verzaubern.

Legendär unter den Anhängern Kuperschmidts sind mittlerweile die Worte: „Ich habe eine gute Nachricht für Sie. Das Konzert ist noch nicht vorbei!“ Denn von Klezmer-Musik können die Zuhörer kaum genug bekommen, vor allem wenn sie so swingend und brillant klingend gespielt wird und das Publikum mehr und mehr ein Teil der Musik wird.

Um vielen Menschen die Chance zu geben, dieses Konzert mitzuerleben, ist die jüdische Gemeinde eine Kooperation mit der Handelslehranstalt eingegangen, denn in der Aula der Schule finden wesentlich mehr Zuhörer Platz als in der Synagoge an der Bürenstraße. Schulleiter Bernd Strahler ist diese Kooperation eingegangen, „weil wir uns als Europa-Schule internationaler Zusammenarbeit verpflichtet fühlen und Weltoffenheit pflegen“. Die Schule bilde die Werte der verschiedenen Religionen im Schulalltag ab, besitze auch einen Kalender mit den Feiertagen der Religionen. Dazu passe es, dass das Klezmer-Konzert in der HLA veranstaltet werde. Ausdrücklich verweist Strahler darauf, dass die Schule das Konzert intern plakatiert habe und Werbung dafür auf ihrer Homepage mache.

Rachel Dohme, die Vorsitzende der liberalen jüdischen Gemeinde, dankte im Gespräch mit der Dewezet dem Zentralrat der Juden in Deutschland dafür, dass er das Konzert finanziere. „Ohne diese Unterstützung wäre es uns nicht möglich, so großartige Musiker hierher nach Hameln zu holen.“

Da das Konzert in der Handelslehranstalt am Mittwoch, 12. Juni, um 17 Uhr keinen Eintritt kostet, bittet die jüdische Gemeinde um Spenden für die Bauunterhaltung der Synagoge und die religiöse Arbeit in der Gemeinde. „Mit dem Konzert in der Handelslehranstalt will die liberale jüdische Gemeinde aber auch zeigen, wie sehr die Gemeinde sich mit dem gesellschaftlichen Leben in Hameln verbunden fühlt und ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt leisten will“, erklärte Rachel Dohme. Gewidmet wird das Konzert Polina Pelts, der kürzlich verstorbenen zweiten Vorsitzenden der liberalen jüdischen Gemeinde.




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