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Bedeutung entsteht im Betrachter

Neue Ausstellung verbindet Kunst und Realität

HAMELN. Mit der Ausstellung „Lesesaal“ werden Zusammenhänge zwischen Malereien aus vergangenen Jahrzehnten und tagesaktuellen Ereignissen geschaffen. Diese Zusammenhänge entstehen allerdings ausschließlich im Kopf des Betrachters. Vom Samstag, 16. März, bis zum 28. April ist das Projekt von Mathias Weis beim Kunstkreis, Rathausplatz 4, zu erleben.

veröffentlicht am 14.03.2019 um 18:15 Uhr

Mathias Weis schafft durch ein Ensemble aus Bildkompositionen und Tagespresse neue Bedeutungszusammenhänge. Foto: wal

Dabei werden gegenständliche Malerei aus den letzten drei Jahrzehnten gezeigt, wobei die vielen, relativ kleinen Einzelbilder teilweise zu großen Bildergruppen angeordnet sind. In diesen Fällen wird das Bildmaterial, ähnlich wie bei Collagen, zu neuen Bedeutungen zusammengefügt. Es geht darum, keine Retrospektive zu zeigen, sondern eine aktuelle, auf die derzeitige komplexe gesellschaftliche Lage eingehende Ausstellung zu gestalten, schreibt der Kunstkreis.

Aus diesem Grund ist der Hauptraum des Kunstvereins über das Bilderzeigen hinaus als Lesesaal eingerichtet. Mit dem Aufstellen von Sitzgruppen zwischen den an den Wänden hängenden Bildern und der Auslage von regionalen und überregionalen Tageszeitungen (16 Zeitungsverlage wurden um Unterstützung gebeten) schafft Mathias Weis dem Besucher eine Situation zum Verweilen.

Es entsteht die zwanglose Möglichkeit, vom Lesen zum Betrachten und zurück zu wechseln und sich auf diese Weise Gedanken zu machen über das Verhältnis von tagesaktuellen Ereignissen und den in den Bildern dargestellten Dingen und Themen. Natürlich wird nur in den wenigsten Fällen oder über Ecken ein konkreter Bezug herzustellen sein, manches auch der Phantasie des Besuchers entspringen. Das Vorhandensein der aktuellen Presse bietet jedoch das nötige Hintergrundrauschen zu den gezeigten Bildern und die Möglichkeit, zu einem anderen, neuen Betrachten und Lesen der Bilder. Gleichzeitig ist es eine Hommage an die Presse.

Die Ausstellung wird am Samstag, 16. März, eröffnet, danach ist sie dienstags, mittwochs, freitags und samstags jeweils von 10 bis 13 Uhr zu sehen sowie donnerstags von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 14 Uhr.

red




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