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Hamelner Kantorei an der Marktkirche bereitet sich auf Doppelaufführung vor

Proben für Verdis Requiem gehen in die Endrunde

HAMELN. Seit Januar probt Kreiskantor Stefan Vanselow mit der Hamelner Kantorei Verdis 1874 entstandenes Meisterwerk. Das Verdi-Requiem ist, so Vanselow, eines der meist aufgeführten chorsinfonischen Werke. Am Samstag und Sonntag ist es in der Marktkirche zu hören.

veröffentlicht am 19.03.2019 um 16:43 Uhr
aktualisiert am 19.03.2019 um 18:00 Uhr

Die Probe findet auf den drei aufgebauten tribünenartigen Blöcken in der Marktkirche statt. Foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter

Konstanze Schneider aus Bad Pyrmont strahlt. „Ich erfülle mir damit einen Traum“, sagt die Sängerin, die das erste Mal bei einem Projekt der Hamelner Kantorei an der Marktkirche dabei ist. „Wir machen heute Abend eine Zusatzprobe direkt vor Ort“, erklärt ihre Kollegin Meike Jacobi aus Lauenstein. Erstmals findet die Probe auf den drei aufgebauten tribünenartigen Blöcken in der Marktkirche statt. „Bislang haben wir ziemlich eng zusammen im Haus der Kirche geprobt. Hier muss man sich an die größeren Abstände erst einmal gewöhnen, denn man hört sich gegenseitig ganz anders“, erklären die beiden Alt-Sängerinnen.

Seit Januar probt Kreiskantor Stefan Vanselow mit der Hamelner Kantorei Verdis 1874 entstandenes Meisterwerk. Mit dem haben viele der Sängerinnen und Sänger bereits Erfahrung gesammelt. „Eine unglaublich emotionale Angelegenheit“, sagt auch Klaus Haberland, der bei den Bässen in der obersten Reihe steht. „Ein Stück mit sehr intensiver, großer Wirkung, das ich auch in anderen Chören schon gesungen habe. Das geht wirklich tief und nimmt einen mit. Und es ist nicht einfach, sondern hat, etwa im Sanctus, schon seine Schwierigkeiten.“

Der Probenabend beginnt erst mit körperlichen, dann stimmlichen Lockerungsübungen, die Chorassistentin Che Heng, eine Studentin der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, durchführt.

Chorassistentin Che Heng, eine Studentin der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, beginnt den Probenabend nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit stimmlichen Lockerungsübungen. Foto: eaw

Dann übernimmt Stefan Vanselow. „Wir wollen heute noch einmal alle Stücke am Stück durchsingen“, erklärt er. Immer wieder wird das dicke Notenbuch aufgeschlagen, werden einzelne Passagen behutsam, aber auch energisch gesungen und korrigiert. Vanselow findet den richtigen Ton. „Mit Laien muss man anders umgehen als mit Profis“, sagt er. „Die kommen wegen der Freude am Gesang und da muss man vor allem immer wieder neu motivieren.“ Die Freude am Gesang wird auch bei dieser Probe deutlich. Das Verdi-Requiem ist, so Vanselow, eines der meistaufgeführten chorsinfonischen Werke überhaupt und das Lieblingsstück vieler Chormitglieder.

„Verdis ,Messa da Requiem‘ hat die Kantorei bereits dreimal aufgeführt. Jeweils unter der Leitung des langjährigen Leiters Christoph Becker-Foss, sodass das Werk auch bei uns eines der meistaufgeführten abendfüllenden Werke ist“, schreibt Vanselow im 50-seitigen Booklet. Das stellt nicht nur das „Junge Sinfonische Orchester Niedersachsen“ vor, mit dem die Kantorei erstmals am Donnerstag proben wird, sowie die Solistinnen und Solisten, sondern beleuchtet auch in zahlreichen Beiträgen die politisch-historischen, musik- und kulturgeschichtlichen Hintergründe des Werkes und gibt eine Einführung in die Themenbereiche Tod, Trauer und die katholische Totenmesse.

„Wir sind froh und gut dabei, sind auf einem guten Weg“, sagt Meike Jacobi. „Wenn man 120 Prozent vorbereitet ist, dann muss es einfach ein gutes Konzert werden.“

Karten für die beiden Konzerte am Samstag um 18 Uhr und tags darauf um 17 Uhr sind ebenso wie eine Wunschplatzreservierung zu Preisen zwischen 16 und 32 Euro per Post bei der Hamelner Kantorei im „Haus der Kirche“, Emmernstraße 6, oder per e-Mail unter karten@hamelner-kantorei.de erhältlich.




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