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Das Märchen „Das Schloss mit den geheimnisvollen Türen“ beeindruckt mit kleinen und großen Akteuren

Reise in die Glitzerwelt

HAMELN. Eine Reisegruppe begibt sich auf eine Busreise ins Land des Nebels und landet im 18. Jahrhundert. Sie wird in eine Pyramide eingeschlossen und will fliehen. Dabei erleben die Teilnehmer in jedem Raum des Nebelschlosses neue Überraschungen. Sie begegnen der Patronin des Goldes in Gestalt von Sabine Krauthäuser ebenso wie Flamencotänzerinnen mit faszinierenden Kleidern.

veröffentlicht am 01.10.2018 um 15:15 Uhr
aktualisiert am 02.10.2018 um 10:30 Uhr

Glamourös: Sabine Krauthäuser schlüpfte in die Rolle der goldenen Patronin. Foto: Zeidler/PR

Autor:

Karin Kellerer

„Das getanzte, musizierte und dargestellte Märchen habe ich selbst erfunden“, so die Geschäftsführerin der Bellabina Tanzgruppen. Das Bühnenbild des Märchens „Das Schloss mit den geheimnisvollen Türen“ bietet eine einzigartige Glitzerwelt im Nebel. Die Choreografie des im Theater Hameln aufgeführten Stücks war beeindruckend, die Tänzer überzeugten mit ihrem Können das Publikum.

„Ein Jahr lang haben wir in den unterschiedlichsten Gruppen geprobt. 80 Darsteller, fünf davon Profis, im Alter von drei bis 92 Jahren haben hart trainiert, um diese Aufführung theatertauglich werden zu lassen. Die Seniorengruppe ARA – Alternativen rund ums Alter – liegt mir ganz besonders am Herzen“, so Krauthäuser. „In dieser Konstellation stehen sie zum ersten Mal auf der Bühne.“ Eine ebenso enorme Leistung zeigten die Kleinsten als kunterbunte Hofnarren oder schwebende Balletttänzerinnen. Die jüngste Darstellerin überreichte Krauthäuser einen Blumenstrauß. Die Freude am Balletttanz stand der kleinen Viola regelrecht ins Gesicht geschrieben.

Bianca Stille und Vivien Schattmann sorgen beim Publikum mit ihrer Poledance-Show für staunende Gesichter. Die Verwendung einer Stange ermöglicht beim Tanzen besondere Figuren, die der Schwerkraft scheinbar widersprechen und mit ihrer nicht alltäglichen Wirkung den Betrachter staunen ließen. Dabei produzierten Stille und Schattmann teils mit der reinen Körperkraft unterstützt durch die Schwerkraft, ausreichend Anpresskraft, um gar nicht oder weitgehend kontrolliert zu Boden zu gleiten. Sabine Krauthäuser begleite diese Darbietung musikalisch mit der Titelmelodie des James Bond Films „Skyfall“ – wie passend.

Neckisch: die Hofnarren im kunterbunten Kostüm. Foto: kke
  • Neckisch: die Hofnarren im kunterbunten Kostüm. Foto: kke
Foto: Zeidler/PR
  • Foto: Zeidler/PR
Foto: Zeidler/PR
  • Foto: Zeidler/PR

„Orientalisch wird es gleich mit dem Auftritt der Bauchtanzgruppe weitergehen und auch eine irische Variante steht noch auf dem Programm“, verriet Krauthäuser in der Pause. „Der mittelalterliche Ball, der das Programm abrundet, vereint am Ende alle Darsteller auf der Bühne. Ich werde den durch Hildegard Knef bekannten Titel Bal Pare singen“, so Krauthäuser. Und sie hatte nicht zu viel versprochen – die Zuschauer applaudierten lang anhaltend. Unterstützt wurden die Künstler durch den Pianisten Jörg Rudolf und den Schlagzeuger Sven Petersen. Am Ende faszinierten auf dem mittelalterlichen Ball Gäste vom anderen Stern mit einem fluoreszierenden Lichterglanz und aerobic-ähnlichen Tanzschritten. Die Schlussformation mit spanischen Flamencotänzern sowie einer spritzigen Darstellung aller Gruppen durch tanz- und gesangsambitionierte Darbietungen ließen den Abend zum einmaligen Erlebnis werden. Der in Schweden geschriebene Song „The final countdown“ rundete das Märchen stimmungsvoll ab. Und natürlich fanden die Gäste der Busreise aus dem unheimlichen Schloss wohlbehalten wieder heraus.




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