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Walter Molsbeck vom TuS Niedernwöhren hat ein äußerst erfolgreiches Laufjahr hinter sich

Der Rekord-Knacker

veröffentlicht am 18.10.2018 um 21:00 Uhr

Walter Molsbeck vom TuS Niedernwöhren bricht in diesem Jahr insgesamt zwölf Kreisrekorde. foto: pr.

Autor:

daniel kultau

NIEDERNWÖHREN. Walter Molsbeck kann auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Der 60-jährige Läufer vom TuS Niedernwöhren hat es geschafft, zwölf Kreisrekorde innerhalb eines Jahres über die unterschiedlichsten Distanzen zu brechen.

„Bei manchen Strecken wie dem Marathon wusste ich, dass ich es schaffe“, sagt Molsbeck. „Da war ich so schnell, da hätte mir auch noch was dazwischen kommen können. Beim 800-Meter-Lauf war es aber knapp, da war ich nur eine Sekunde schneller als der bisherige Kreisrekord.“ Schwierig sei die Bandbreite der verschiedenen Läufe. Daher hat der Diplomchemiker im vergangenen Dezember mit einem viermonatigen Ausdauertraining begonnen und ist den Marathon direkt zum Start der Saison gelaufen. „Dadurch hatte ich eine gute Grundausdauer und konnte die anderen Distanzen angehen.“

So erfolgreich er die weiteren Bestleistungen gesteigert hat, so zufällig kam er im Jahr 2003 überhaupt erst zum Laufsport. „Irgendwann, als meine beiden Kinder alt genug waren, habe ich versucht, mich fit zu halten, und bin immer mal wieder im Wald joggen gegangen.“ Seine Frau brachte ihm damals daraufhin einen Flyer des City-Laufs in Rinteln mit. An diesem nahm er auch teil, doch erst nach der gleichen Veranstaltung im Folgejahr packte ihn das Läuferfieber vollends. Durch regelmäßigen Austausch mit anderen Läufern, trat er 2007 dem VfL Bückeburg bei, wo er bis 2015 blieb. Seitdem tritt er für den TuS Niedernwöhren an.

Seinen ersten Lauf über die 42,195 Kilometer absolvierte er 2008 in Hannover. „Danach habe ich gesagt: Nie mehr! Ich war so fertig, dass ich die Treppe nur noch rückwärts runtergehen konnte“, erinnert sich der Vorruheständler. Dieses Vorhaben hielt dann jedoch nur wenige Monate, denn kurz darauf folgte noch der Berlin-Marathon.

Härter als sein erster Marathon war jedoch der Lauf auf dem rheinland-pfälzischen Nürburgring. Über die große Nordschleife, insgesamt 24,4 Kilometer, suchte der Niedernwöhrener vergebens nach Schatten. „Das war irre. Die Sonne knallte auf uns, und wir liefen auf dem schwarzen Asphalt.“

Ebenfalls erinnert er sich gerne an eine Laufkreuzfahrt zurück, die er 2011 in der Karabik absolvierte. „Da sind wir morgens auf einer Insel angekommen und sind dann losgelaufen. Quer durch den Dschungel, über den Strand und durch die kleinen Städte. Teilweise direkt an Schlangen und Wasserfällen vorbei, wo sonst kein Tourist hinkommt.“

Ein Ende seiner Karriere ist für ihn noch nicht in Sicht. Solange er gesund bleibt, wolle er auch weiterhin Kilometer abreißen und eventuell bei internationalen Meisterschaften an den Start gehen. Außerdem steigt Molsbeck in fünf Jahren in die nächsthöhere Altersklasse auf. „Wenn ich dann noch fit genug bin, werde ich mir die Kreisrekord-Listen wieder genau anschauen.“




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