weather-image
12°

Stadthäger Maik Brandt träumt von einer Karriere als Fußballprofi

Ein Flankengott in den USA

Fußball. Er träumt von der ganz großen Fußballkarriere: Für den 23-jährigen Maik Brandt hat ein richtiges Abenteuer begonnen. Der Stadthäger flog in die USA und absolviert ein Probetraining in Denver Colorado. „Wenn alles gut läuft, bekomme ich einen Vertrag bei den Colorado Switchbacks FC. Sie spielen in der USL-Pro, das ist eine Klasse unter der höchsten Liga – der Major League Soccer“, freut sich der Linksverteidiger.

veröffentlicht am 18.02.2015 um 18:24 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:22 Uhr

270_008_7678253_xMaik_Brandt_4sp_.jpg

Autor:

Sebastian Blaumann

Brandt begann seine Fußballlaufbahn in der G-Jugend beim TuS SW Enzen. Die weiteren Stationen waren FC Stadthagen (C-Junioren), VfL Bückeburg (B-Junioren), SC Langenhagen (A-Junioren-Regionalliga) und die U-23 von Preußen Münster. Dann ging der Linksfuß in die USA, spielte zweieinhalb Jahre am College und machte parallel seinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre. Im vergangenen Jahr gewann Brandt die Summer-League mit den Michigan Bucks und wurde ins All-American-Team gewählt – in dieser Mannschaft sind die besten College-Spieler des Landes der Summer League vertreten.

In Amerika findet die Fußballsaison, die Regular Season, von August bis Dezember statt. Die Punktspiele steigen immer freitags und sonntags. „Bis 15 Uhr ist Schule, dann ab 15.30 Uhr ist jeden Tag Training. Zu den Spielen stehen Reisen mit dem Bus von drei bis sieben Stunden auf dem Programm. Manchmal wird auch zum Spiel der Flieger genommen“, berichtet der Stadthäger. Eine Frühjahr- und eine Sommerliga runden das Spieljahr ab.

Seit Dezember war Brandt auf Heimatbesuch. In dieser Zeit hielt er sich mit täglichen Läufen und Trainingseinheiten beim VfL Bückeburg und FC Stadthagen fit. „Man braucht viel Eigenmotivation, muss viel arbeiten und ein gewisses Quäntchen Glück haben. Dann kann eine Karriere als Profi vielleicht gelingen“, weiß der trainingseifrige junge Mann.

Die nächsten Wochen sind für den 23-Jährigen entscheidend. Kann sich der Linksverteidiger bei den Switchbacks durchsetzen, oder nicht? „Ich bin sehr laufstark, renne die linke Außenbahn rauf und runter. Dabei schieße ich weniger Tore. Meine Stärken liegen in der Torvorbereitung, ich bin so eine Art Flankengott“, berichtet Brandt. Wenn der VfL Wolfsburg-Fan die Trainer überzeugen kann, beginnt für ihn die Saison im März und endet im Oktober. Dann folgen noch die Spiele um die Meisterschaft. Sollte es nicht klappen, wird Brandt sein Masterstudium im Herbst beginnen. „Ich habe den Trainerschein in Barsinghausen erworben und könnte dann als Kotrainer am College arbeiten“, hat Brandt aber bestens vorgesorgt. Doch jetzt gibt der Linksfuß im Probetraining richtig Gas und versucht, sich den Traum vom Profifußball zu erfüllen. „Auf der linken Seite hat die deutsche Nationalmannschaft ja bekanntlich Probleme. Vielleicht gibt US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann Joachim Löw einen Tipp“, scherzt Brandt und freut sich auf das nächste Abenteuer.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare