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GWD Minden verliert gegen den Meister SG Flensburg-Handewitt mit 28:31

Großer Kampf, keine Punkte

veröffentlicht am 26.08.2018 um 22:27 Uhr

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Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

MINDEN. GWD Minden hat den Deutschen Meister SG Flensburg-Handwitt am ersten Spieltag der Handball-Bundesliga gefordert, am Haken gehabt, diesen aber wieder losgelassen. Dass es trotz einer starken Leistung beim 28:31 (15:18) nicht zu etwas Zählbarem reichte, enttäuschte nicht nur Mindens Coach Frank Carstens: „Ich bin nicht zufrieden, denn wir haben heute das Ergebnis gemacht.“ Mit ein paar Fehlern weniger sei etwas drin gewesen, meinte auch Frank von Behren, Sportlicher Leiter der Grün-Weißen.

Die noch nicht zur Gänze eingespielten Flensburger hatten Probleme. „Aber wir haben uns in die Partie gekämpft“, sagte SG-Trainer Maik Machulla, „so habe ich das erwartet.“

GWD begann stark, brachte die Flensburger durch eine starke Abwehr und zielstrebige Abschlüsse in Bedrängnis. Nach dem 1:0 durch Dalibor Doder übernahm kurzfristig der Gast das Ruder, führte selbst 3:1 und 4:2 (4.). Die Grün-Weißen zeigten Muskeln und übernahmen ihrerseits die Führung - 6:5, 7:6 und 8:7 (15.). Der ohne die etatmäßigen Halblinken Savvas und Marian Michalczik, der angeschlagene Nationalspieler wurde geschont und kam erst in der zweiten Halbzeit, ersatzgeschwächte linke Rückraum funktionierte gut, weil Abwehrchef Miljan Pusica sich in der zusätzlichen Rolle sichtlich pudelwohl fühlte, sieben Tore erzielte.

Christoffer Rambo vergab frei vor SG-Torwart Torbjörn Bergerud das sichere 10:7 (17.). Carstens stellte in einer Auszeit den Fokus wieder scharf, denn Rambo brachte die Gastgeber im direkten Anschluss doch noch – wild entschlossen – mit 10:7 in Front. Magnus Gullerud erhöhte sogar auf 11:7 (19.).

Carstens brachte Andreas Cederholm, um dem heißgelaufenen Rambo eine Verschnaufpause zu gönnen. Der routinemäßige Wechsel griff überhaupt nicht, denn der Schwede hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. „Bis dahin war es eine gute Leistung, dann wir machen zum Teil haarsträubende Fehler“, ärgerte sich der Coach. Man hätte schneller den Turnaround finden müssen“, legte auch von Behren den Finger in die Wunde. Die Gäste nutzten die Nachlässigkeiten, glichen durch einen 4:0-Lauf zum 11:11 aus (23.). „Wir sind cool geblieben. Aber wenn Minden das länger hält, wird es schwierig“, gab Machulla zu.

Die Ostwestfalen legten durch Anton Mansson und Pusica noch zweimal vor, aber Zeitstrafen gegen Rambo und Neuzugang Kevin Gulliksen brachten GWD aus der Spur. Zur Pause führten die Gäste 18:15.

Auch nach dem Seitenwechsel glaubten die Weserstädter an ihre Chance, kamen bis auf ein Tor heran (37.). „Beim 21:22 haben wir zweimal die Chance zum Ausgleich, bekommen dann aber eine schwere Hand“, bedauerte Carstens die verpasste Möglichkeit zur Wende. Pusica und Gulliksen scheiterten am eingewechselten Benjamin Buric (43.). Im Gegenzug erhöhte Lasse Svan auf 23:21.

GWD verlor den anschließenden Schlagabtausch, weil der Meister auf jeden Gegentreffer postwendend und kompromisslos eine Antwort fand. Nach dem 26:28 durch Svan war es wieder Cederholm, der einen Ball ins Aus warf und das vorentscheidende 26:29 durch den bärenstarken Holger Glandorf (neun Tore) einleitete (54.). Bei den Hausherren war anschließend die Luft raus und die Enttäuschung über die verpasste Überraschung war greifbar, die Gäste brachten das Spiel meisterlich souverän über die Bühne. „Wir müssen das Positive mitnehmen, die Jungs haben gesehen, was sie leisten können“, sagte von Behren.




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