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Großenheidorner in der 3. Liga vor zweitem Heimspiel in Folge

Gute Stimmung beim MTV

veröffentlicht am 28.09.2018 um 21:11 Uhr

Autor:

ROBBY ECHELMEYER

WUNSTORF. Na also, es geht doch! Das dürften sich einige Anhänger des MTV Großenheidorn am vergangenen Wochenende gedacht haben. Mit dem 26:21 in der Wunstorfer Aue-Halle gegen die zur Pause noch mit sechs Toren Abstand führenden Bergischen Panther gelang den Handballern in Blau-Weiß im fünften Anlauf endlich der erste Saisonsieg in der 3. Liga West. „Ein echter Befreiungsschlag. Die Mannschaft hat ausgiebig gefeiert, und die Stimmung ist jetzt natürlich super“, sagt Ko-Trainer Thomas Zumbrock, der das neue Selbstbewusstsein demonstriert: „Wenn wir eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit gegen die Panther abrufen, können wir in dieser Staffel fast jedes Team schlagen.“

Auch dem nächsten Heimspiel am heutigen Sonnabend (19.30 Uhr) gegen den Leichlinger TV blickt der Assistenzcoach optimistisch entgegen: „Wir treffen auf einen grundsoliden Drittligisten, der auf den Außenbahnen viel Qualität mitbringt. Wenn aber bei uns wieder alle Rädchen ineinandergreifen, ist ein Erfolg durchaus möglich.“ Erforderlich sei dafür jedoch ein guter Auftritt über die vollen 60 Minuten. „Wenn wir erneut so eine schwache erste Halbzeit abliefern, haben wir keine Chance.“

Die Gäste reisen als Tabellendritter aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis an. Genau auf dieser Position hatten sie die vorige Saison abgeschlossen. In der laufenden Spielzeit konnten sie bislang vier von fünf Partien gewinnen. „Drei dieser Siege haben sie gegen Vereine aus der unteren Tabellenhälfte geholt“, relativiert Zumbrock und verweist zudem auf die jüngste 24:31-Niederlage des LTV bei GWD Minden II. Die eigene 26:40-Pleite bei der Bundesligareserve erscheine nun in einem etwas anderen Licht, findet er. Für ihn gehören die Mindener zu den Topteams der Staffel.

Auslöser für die Wende zum Positiven war die im zweiten Durchgang gegen die Panther bärenstarke Vorstellung der MTV-Abwehr. Diese hatte großen Anteil daran, dass der herausragende Torhüter Zsolt Kovacs 15 seiner 24 Paraden nach der Pause zeigte. Neuzugang Maksym Byegal und Rückkehrer Milan Djuric bildeten in der entscheidenden Phase mit Jonathan Semisch und Jan-Philipp Cohrs ein Defensiv-Quartett, das Chefcoach Marc Siegesmund anschließend als „400-Kilogramm-Bollwerk“ bezeichnete. Vorne lief indes neben Rückraumwerfer Byegal und Linksaußen Till Hermann auch Spielmacher Maurice Nolte zur Hochform auf. Gemeinsam erzielten diese drei Akteure nahezu drei Viertel aller Tore der Hausherren.

Verzichten müssen die Seeprovinzler weiterhin auf ihre Leistungsträger Thorben Buhre und Niklas Hermann. Letzterer trainierte am Montag und Dienstag mit, ist aber von neuerlichen Schmerzen in seiner entzündeten Wurfschulter ausgebremst worden. Buhres Knieoperation verlief wie geplant, er fällt nun voraussichtlich bis Saisonende aus. Außerdem fehlen die Ersatzkeeper Lars Pommer (Erkältung) und Lars Wagner (Bänderriss). Maik Bokeloh steht dagegen nach auskurierter Fußprellung wieder voll zur Verfügung.




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