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Eveser Hammerwerfer erreicht bei U-18-EM in Ungarn mit 74,03 Meter den sechsten Rang

Hilbig wirft fantastisch

veröffentlicht am 09.07.2018 um 01:00 Uhr

Voll zufrieden: Der Eveser Hammerwerfer Sören Hilbig erreicht in Györ einen sechsten Rang bei den U-18-Europameisterschaften. Foto: peb

Autor:

PETER BLAUMANN

GYÖR. Auf die Minute topfit und nervenstark: Bei der U-18-Europameisterschaft im ungarischen Györ hat sich Sören Hilbig vom VfR Evesen mit der persönlichen Bestleistung von 74,03 Meter überraschend auf den sechsten Platz katapultiert. „Platz sechs mit neuer persönlicher Bestweite bei meinem ersten Auftritt auf europäischer Bühne, das ist fantastisch“, freute sich der Schaumburger.

Zur Qualifikation für das Finale der besten zwölf Hammerwerfer traten am Freitag 31 Athleten aus 22 Ländern an. Myhaylo Kokhan aus der Ukraine wurde seiner Favoritenrolle gerecht und zog mit der absoluten Top-Weite von 82,42 Meter als erster in das Finale ein. Die geforderte Qualifikationsweite von 73,00 Meter übertrafen mit dem Bulgaren Valentin Andreev (77,59 Meter) und dem Polen Tomasz Ratajczyk (75,6) nur zwei weitere Athleten. Hinter diesem Trio qualifizierten sich weitere neun Werfer für das Finale am Sonnabend. Auf Platz sechs landete Raphael Winkelvoss aus Einbeck mit der Weite von 70.87 Meter.

Hilbig stieg mit einem ungültigen Versuch in die Qualifikation ein. Die Nervenanspannung wuchs. Aber der 16-Jährige aus dem Schaumburger Land hatte alles im Griff, schleuderte den Fünf-Kilogramm-Hammer im zweiten Durchgang auf 70,01 Meter und rutschte mit dieser Weite unter die Top-Zwölf.

Jetzt begann das Zittern. 68,53 Meter im dritten Durchgang brachten keine Verbesserung. Aber es reichte: Mit Platz zehn schaffte Hilbig den Sprung in das Finale.

Im Finale setzte Kokhan mit 83,74 Meter gleich eine Duftmarke. Der Ukrainer steigerte sich über 87,00 Meter im dritten Versuch auf die Siegerweite von 87,82 Meter im letzten Durchgang. Der Bulgare Andreev startete im ersten Durchgang mit 81,41 Meter und verteidigte mit dieser Weite bis zum Ende den zweiten Platz. Die Bronzemedaille holte sich der Pole Ratajczyk mit 76,01 Meter.

Hinter den Medaillenrängen entbrannte ein spannender Kampf um Platz vier. Mit 71.96 Metern schob sich Hilbig zunächst auf Platz vier vor. Nach dem dritten Durchgang fiel er auf den sechsten Rang zurück. Aber der Eveser konterte im vierten Versuch mit 74,03 Meter und sprang wieder auf Platz vier. Der fünfte Durchgang brachte keine Veränderungen. Im letzten Durchgang trumpfte die Konkurrenz noch einmal auf. Der Ungar Benedek Doma steigerte sich auf die persönliche Bestweite von 74,94 Meter und wurde Vierter. Bogdan Potrus aus der Ukraine warf 74,86 Meter und holte sich Platz fünf. Sören Hilbig steigerte sich in den beiden letzten Durchgängen nicht mehr. Nach 67,98 und 69,45 Meter belegte Sören Hilbig bei seinem ersten Auftritt in einem internationalen Wettkampf den sechsten Platz.

Raphael Winkelvoss erfüllte die Erwartungen im Finale nicht ganz. Mit 70.09 Meter landete er auf dem zehnten Platz.

„Mit etwas Glück hätte es auch Platz vier sein können. Das Duell mit den Top-Athleten aus Europa hat mir persönlich viel gebracht. Jetzt weiß ich, wo ich stehe, und was ich noch trainieren muss, um die Top-Drei in einem Wettkampf auf höchstem Niveau herausfordern zu können“, zog Hilbig ein positives Fazit.




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