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Jobst von Palombini läuft zehn Marathons in zehn Tagen

Irre Leistung

veröffentlicht am 17.08.2018 um 19:32 Uhr

Jobst von Palombini absolviert in Norditalien zehn Marathonläufe in zehn Tagen. Foto: pr.
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Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

BÜCKEBURG. „Sie sind ja verrückt.“ Jobst von Palombini dementiert den nicht ganz ernst gemeinten Vorwurf der SN-Sportredaktion nicht. Natürlich ist der Extrem-Sportler aus Bückeburg nicht reif für die „Klapse“, aber wenn man in zehn Tagen zehn Marathonläufe absolviert, ist das zumindest eine sehr ungewöhnliche und für „normale“ Sportler kaum fassbare Leistung. „Ich war 15. von 70 Teilnehmern, die alle zehn Läufe absolviert haben“, berichtet der Bückeburger. Für ihn seien es die Marathonläufe 735 bis 744 seines Lebens gewesen.

Ort des Geschehens war der Lago d´Orta, unweit des bekannteren Lago Maggiore (Norditalien) gelegen. Für die zehn Läufe benötigte von Palombini insgesamt 46:19 Stunden, was einem Durchschnitt von 4:37 Stunden pro Lauf bedeutet. „Da ich vorher stark über kürzere Laufstrecken aktiv war, hatte ich nicht so viele Trainingskilometer in den Beinen, sodass ich den Wettbewerb nur gut überstehen wollte, ohne zu ehrgeizige Zeitziele zu haben“, sagt der Schaumburger. Pro Lauf mussten 300 Höhenmeter überwunden werden. „Vor allem in den ersten Tagen herrschte große Hitze mit über 37 Grad Celsius.“ Die Atmosphäre sei von außerordentlicher Liebenswürdigkeit und gegenseitiger Aufmunterung geprägt gewesen. „Da der Kurs als Wendepunktstrecke aufgebaut war, sah man sich stets und konnte sich gegenseitig anfeuern“, erinnert sich der Bückeburger. Nach jeder Veranstaltung boten die Veranstalter noch bis zu siebenstündige Ausflüge an, die von Palombini allesamt wahrnahm.

Bei den Frauen stellte die Norwegerin Theres Falk in 36:24 Stunden einen neuen Weltrekord für Zehn-Tage-Marathons auf. Gesamtsieger wurde wie im Vorjahr der Engländer Adam Holland, der seinen eigenen Weltrekord aus dem Vorjahr um gut eine Stunde verfehlte. Der Brite lief alle zehn Marathonläufe mit einem Durchschnitt von 2:51 Stunden (Gesamtzeit 28:38 Stunden).

Vier Sportler seien sogar jeden Tag auf die ebenfalls angebotenene Strecke über 56,4 Kilometer gegangen, so von Palombini: „Aber das war mir dann doch zuviel.“




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