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Keeper des MTV Großenheidorn zeigt beim ersten Saisonsieg 24 Paraden / Djuric wieder da

Kovacs hält den Laden dicht

veröffentlicht am 23.09.2018 um 21:41 Uhr

Held des Tages: MTV-Keeper Zsolt Kovacs.

Autor:

ROBBY ECHELMEYER
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WUNSTORF. Die Spieler des Drittligisten MTV Großenheidorn wussten, bei wem sie sich für die ersten Punkte in dieser Saison zu bedanken hatten: Nach dem 26:21 (7:13) gegen die HSG Bergische Panther bildeten sie schnell eine Jubeltraube um Zsolt Kovacs. In einer Begegnung mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten war der ungarische Keeper mit seinen insgesamt 24 Paraden zum Matchwinner avanciert. Während er und seine Teamkollegen im Kreis tanzten, lagen sich Coach Marc Siegesmund und Ko-Trainer Thomas Zumbrock wenige Meter entfernt in den Armen. Auch bei den heimischen Fans unter den 350 Zuschauern in der Wunstorfer Aue-Halle war die Erleichterung nach zuvor vier Niederlagen deutlich zu spüren.

Der verletzte Leistungsträger Thorben Buhre, der heute am rechten Knie operiert wird, bezeichnete den Erfolg als „brutal wichtig.“ Für den im Portugal-Urlaub weilenden Bertrand Salzwedel aus dem Handball-Förderkreis der Seeprovinzler war er ein leicht verspätetes Geschenk zu seinem 40. Geburtstag. Der zuletzt vereinslose Ex-Großenheidorner Milan Djuric, der kurzfristig als Ersatz für den an einer Entzündung in der Wurfschulter laborierenden Niklas Hermann reaktiviert worden ist, freute sich indes über ein gelungenes Comeback im MTV-Trikot.

Dabei hatte eine Woche nach dem 26:40-Debakel beim TSV GWD Minden II lange Zeit nichts auf den lang ersehnten Befreiungsschlag hingedeutet. In den ersten 22 Minuten waren die Hausherren nur viermal erfolgreich, während die Gäste immerhin auf zehn Treffer kamen. Drei Minuten vor der Pause führten die Panther beim 12:5 sogar mit sieben Toren Abstand. „Wir haben nahtlos an die schlechte Leistung aus dem Spiel in Minden angeknüpft“, sagte Siegesmund, der vor allem das fehlende Selbstvertrauen in der Abwehr monierte.

Nach der Pause kam seine Mannschaft jedoch wie ausgewechselt aus der Kabine. Spätestens beim 13:15 durch Jonathan Semisch (40.) zeichnete sich die Wende ab. Auf Till Hermanns 16:16 (46.) fand die HSG in Überzahl noch eine Antwort, ehe die Großenheidorner nach einem weiteren Ausgleich von Hermann dank Luca Ritter beim 18:17 erstmals in Führung gingen (51.). Binnen fünf Minuten zogen sie dann auf 23:18 davon, auch, weil Maksym Byegal zweimal hintereinander ins leere Tor traf und die nun kraftlosen Panther ein ums andere Mal an Kovacs scheiterten.

Zwar ließ der MTV in seiner achten Unterzahlsituation des Spiels den Kontrahenten noch einmal auf 23:20 herankommen, Maurice Nolte sorgte aber mit dem 24:20 knapp zwei Minuten vor Schluss endgültig für klare Verhältnisse. Die letzten beiden Treffer erzielten Hermann und Byegal, die damit für zwölf der 19 MTV-Tore in der zweiten Halbzeit verantwortlich zeichneten.

Den Schlüssel zum Erfolg sah Siegesmund in der Defensive, die in der entscheidenden Phase erstmals richtig funktionierte. Im Innenblock neben Semisch packte der 34-jährige Djuric nach lediglich zwei Trainingseinheiten ordentlich zu. „Milan ist ein emotionaler Leader, er motiviert seine Mitspieler permanent“, lobte der Coach, der mit Jan-Philipp Cohrs als Pendant zu Byegal das noch „fehlende Mosaiksteinchen“ für die linke Halbposition einwechselte. „Diese vier Männer bringen 400 Kilo auf die Platte, da war der Laden endlich mal dicht“, sagte Siegesmund. Zumal dahinter noch ein Zsolt Kovacs in Bestform agierte.

MTV Großenheidorn: Kovacs, Schröpfer – Byegal 7, T. Hermann 7, Nolte 5/davon 2 Siebenmeter, L. Ritter 3, Semisch 3, Djuric 1, Bretz, Bokeloh, Cohrs, Degner, Hillebrandt, Öttermann, M. Ritter, Wegener.




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