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Rintelner Keeper hält HSG Exten-Rinteln im Spiel / HSG Schaumburg Nord II feiert

Leye rettet das Remis

veröffentlicht am 23.12.2018 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 23.12.2018 um 19:40 Uhr

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RINTELN. Irgendwie war am Sonnabend schon Weihnachtsstimmung in der Rintelner Kreissporthalle, denn die Spitzenteams der Handball-Regionsoberliga verteilten reichlich Geschenke im gegenseitigen Auslassen von Torchancen. Beim 20:20 (6:6) zwischen Verfolger HSG Exten-Rinteln und dem Spitzenreiter HSG Schaumburg Nord II geizten beide Kontrahenten vor allem vor der Pause mit Toren, am Ende fühlte sich die HSG Schaumburg Nord wie der heimliche Sieger, denn die Tabellenführung mit zwei Punkten nimmt das Team von Trainer Sebastian Pook mit in die Winterpause. Das Spiel war umkämpft, verlief aber fair. Die Schiedsrichter Doreen Männich und Chung van Hoang verteilten nur vier Zeitstrafen, davon drei für die Rintelner.

Für die Gastgeber reichte es trotz eines überragenden Keepers Marcel Leye nicht zum Sieg. Der Keeper fischte sieben Tempogegenstöße des Gegners und hielt seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel. „Wenn wir die Dinger reingemacht hätten, wäre das Spiel klar an uns gegangen“, meinte Pook. Der starke Rückraum der Gastgeber biss sich an der besten Abwehr der Liga die Zähne aus. Dahinter zeigte Niclas Blomberg ebenfalls ein starkes Torwartspiel. Der Tabellenzweite versuchte alles, Trainer Saulius Tonkunas bot sich in der Abwehr sogar selbst auf. Bei den Gästen feierte der Spielmacher des Oberliga-Teams, Fynn Graafmann, nach langer Verletzung ein Comeback und erzielte drei Tore.

Der erste Treffer gelang Tomas Tonkunas erst nach sechs Minuten und 17 Sekunden. Nach 16 Spielminuten führten die Gastgeber knapp mit 3:2. Den Nordschaumburgern gelang durch Christoph Kleine der erste Vorsprung mit mehr als einem Tor – 8:6 (32.). Die Auswärtsfans unterstützten ihr Team prächtig. „So etwas habe ich vor 20 Jahren zum letzten Mal erlebt“, sagte der Nord-Routinier Stefan Bergmann, der, damals noch für den MTV Obernkirchen, einige Spielklassen höher unterwegs war.

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Beim 16:14 hatten die Rintelner zwei Tore Vorsprung, aber es blieb dennoch bis zum Abpfiff spannend. In der 58. Spielminute beim Stand von 20:20 nahm Rintelns Trainer Saulius Tonkunas eine Auszeit. Der angesagte Spielzug klappte, Linksaußen Markus Grohn kam frei zum Wurf und wurde 44 Sekunden vor Schluss gefoult – Siebenmeter. Alexander Ermakov warf den Dreher am Tor vorbei. Die HSG Schaumburg Nord hatte den Ball, aber es blieb beim Unentschieden. „Wenn ich das gesamte Spiel sehe, waren wir ein Stück stärker, allerdings fehlte uns bei unserer 16:14 Führung die nötige Cleverness, um die Führung weiter auszubauen. Insgesamt war es eine Abwehrschlacht, mit zwei starken Torhütern auf beiden Seiten“, sagte Tonkunas. Für Pook war es wegen der vergebenen Chancen „ein verlorener Punkt“, dem Spielverlauf nach sei das Remis aber als gerecht einzustufen.

HSG Exten-Rinteln: Ermakov 5, Jurys 3, Uhlig 3, Gedvilas 1, Grohn 1, Morkvenas 2, T. Tonkunas 5/3 Siebenmeter.

HSG Schaumburg Nord II: Graafmann 3, B. Kleine 1, C. Kleine 9, Meier 2, Dargel 4, Grimme 1.

Eine Bildergalerie zum Spiel finden Sie im Internet auf sn-sportbuzzer.de. wi, uk




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