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Nicolai Riechers wird in Hannover Vierter, eine Sekunde fehlt zum Treppchen

„Maschine“ landet verspätet

veröffentlicht am 09.04.2019 um 22:33 Uhr

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Autor

Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

LANDKREIS/HANNOVER. Über 21 Kilometer haben sich der Lyhrener Nicolai Riechers und sein Vereinskamerad Dustin Karsch duelliert. Sie liefen beim HAJ Hannover Marathon über die halbe Distanz fast zeitgleich über die Ziellinie. Letztlich stellte sich heraus, dass Karst in 1:09:08 Stunden eine Sekunde schneller war als Riechers. Gewonnen hat das Rennen Tom Gröschel in 1:05,25 Stunden. Mehr als 10 000 Läufer waren beim Halbmarathon am Start.

„Wir sind bei Kilometer 20 Nasenspitze an Nasenspitze gelaufen, haben uns gegenseitig gepusht. Da wir uns nicht voneinander absetzen konnten, wollten wir gemeinsam über die Ziellinie laufen“, erklärte der für OTB Osnabrück startende Riechers. Im Ziel sei er zunächst davon ausgegangen, Dritter geworden zu sein. Nach Auswertung der Zeiten bekam dann sein bester Freund den Platz auf dem Treppchen zugesprochen, Riechers blieb Rang vier. „Ich musste in den sauren Apfel beißen, zwei dritte Plätze wären natürlich schöner gewesen. Leider kann man bei der Siegerehrung so nicht argumentieren, da zählen die Fakten.“ Der Schaumburger war mit der Platzierung dennoch sehr zufrieden, ärgerte sich aber ein wenig über die erreichte Zeit. „Meine Bestzeit im Halbmarathon habe ich vor vier Wochen in Kandel mit 1:08,26 Stunden aufgestellt. Das haben wir diesmal nicht geschafft.“ Ausgebremst wurden die Osnabrücker Läufer, als sie auf die vorher gestarteten Marathonläufer aufliefen. „Da mussten wir zum Teil Slalom laufen.“ Das habe Kraft und Energie gekostet, sei aber nicht der Hauptgrund für die Verspätung im Ziel. „Zwei Sekunden pro Kilometer langsamer, das ist schon was“, sagte Riechers.

Die Kulisse in Hannover sei der Hammer gewesen, so der Schaumburger, der immer wieder aktiv als „Maschine“ angefeuert wurde. „Das ist mein Spitzname, und in Hannover kennen mich halt viele.“

Die Bückeburgerin Hildegard Waldeck hat auf der Strecke Spaß.

Außer zahlreichen Schaumburger Läufern war auch eine größere Abordnung des VfL Bückeburg über die verschiedenen angebotenen Strecken am Start. Nordic Walkerin Angelika Körber absolvierte die zehn Kilometer in 1:14,31 Stunden und siegte sowohl in ihrer Altersklasse W 50 als auch in der Gesamtwertung bei den Frauen. Beim Marathon der Frauen landete Ulrike Hellmich in 3:54,00 in der Altersklasse W 40 auf Rang 14, in der Gesamtwertung lief die Bückeburgerin als 114. ein. Sebastian Höltje schaffte die 42,195 Kilometer in 3:15,07 Stunden (21. in AK M 50). Im Halbmarathon wurde Hildegard Waldeck 37. (W 60), Gerhard Eichhorn belegte Rang 21. (M 65).




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