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Nicolai Riechers aus Lyhren siebtbester Deutscher beim Berliner Marathon

Mit der Weltklasse unterwegs

veröffentlicht am 18.09.2018 um 20:00 Uhr

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Autor

Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

BERLIN. „Fürs zweite Mal war es gar nicht so schlecht“, sagte Nicolai Riechers mit einem Augenzwinkern. Der Schaumburger sah beim Marathon in Berlin zwar auch nur die Hacken des neuen Weltrekordlers Eliud Kipchoge (33) aus Kenia, war aber in 2:28,37 Stunden einer der wenigen deutschen Starter, die beim Rekordlauf so etwas wie in Reichweite blieben. Der Olympiasieger von 2016 benötigte 2:01,39 Stunden.

Für den für den Osnabrücker TB startenden Lyhrener war es erst der zweite Marathon, die Premiere feierte Riechers im vergangenen Jahr, ebenfalls in der Bundeshauptstadt. Vor zwölf Monaten knackte der Schaumburger bereits die Schallmauer von 2:30 Stunden, diesmal verbesserte er sich um weitere 56 Sekunden. Die Zeit reichte für den 87. Rang unter etwa 44000 Startern. „Nur sechs deutsche Läufer waren schneller “, berichtet Riechers nicht ohne stolz.

Solche Leistungen sind kaum zu realisieren, wenn der Sportler im großen Pulk starten muss. Durch Beziehungen seiner Trainer durfte Riechers ganz vorne mit den Elite-Startern ins Rennen gehen. „Wir waren vor und nach dem Rennen mit den Weltklasseläufern in einem Zelt, das hat ganz sicher auch geholfen“, berichtet der 25-Jährige über eine Extra-Portion Motivation – Abklatschen mit dem Sieger inklusive. Auch die ganz normalen Dinge des Lebens wurden durch den Elite-Faktor vereinfacht: „Wir durften unsere Klamotten ganz normal ablegen und mussten uns auch nicht in die Schlangen vor den Dixi-Klos anstellen.“

Bis Kilometer 37 waren der Schaumburger Nicolai Riechers (links) und sein Osnabrücker Vereinskamerad Dustin Karsch (Startnummer 141) auf den Berliner Straßen gemeinsam unterwegs.
  • Bis Kilometer 37 waren der Schaumburger Nicolai Riechers (links) und sein Osnabrücker Vereinskamerad Dustin Karsch (Startnummer 141) auf den Berliner Straßen gemeinsam unterwegs.

Wir, das waren Riechers und sein Vereinskollege Dustin Karsch, mit dem der Schaumburger weite Teile des Rennens gemeinsam kämpfte. Karsch musste es ab Kilometer 37 etwas langsamer angehen lassen, blieb aber ebenfalls unter 2:30 Stunden.

Die Erfahrungen aus dem Vorjahr hätten geholfen so Riechers, „es fiel mir alles etwas leichter, und ich habe die letzten Kilometer mehr genossen“. Während der zwölfwöchigen Vorbereitung auf den Marathon und während der Veranstaltung wurden die Osnabrücker Läufer von einem großen Team unterstützt. „Auch meine Freundin Milena, meine Familie und mein Arbeitgeber Bahr Modultechnik haben viel zu diesem Erfolg beigetragen, so Riechers. Nicht zuletzt habe ihn die SGS-Physiotherapie in Stadthagen verletzungsfrei gehalten.




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