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1:0-Sieg in Göttingen ist ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Nico Schikora lässt den VfL Bückeburg jubeln

Oberliga. Der VfL Bückeburg kam dem Klassenerhalt gestern deutlich näher. Nicht aufgrund finanzieller Probleme der Konkurrenz, sondern mit imponierender eigener fußballerischer Kraft. Die Mannschaft von Trainer Timo Nottebrock landete beim Tabellenneunten RSV Göttingen einen überraschenden 1:0-Auswärtssieg.

veröffentlicht am 09.05.2013 um 19:05 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:21 Uhr

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Während andere den Vatertag feierten, machte Bückeburg den Klassenerhalt damit fast schon perfekt. Der Abstand auf den TuS Celle FC wuchs vier Spiele vor Saisonende auf sieben Punkte.

Die Gäste lieferten im Stadion am Sandweg eine perfekte Teamleistung ab. Sie meldeten Özkan Beyazit, Göttingens wichtigsten Spieler, mit vereinten Kräften ab und sie spielten mit Leidenschaft. Wichtig war auch, dass der Führungstreffer schon in der 10. Minute fiel. Nico Schikora erzielte das wichtige Tor, spielte sich elegant mit einem Doppelpass über Bastian Könemann durch, verzögerte, schlenzte den Ball clever und frech zum 1:0 ins Eck. Schikora ist wieder voll da – das wurde bereits in den letzten Spielen deutlich.

Der Treffer fiel in einer Phase, in der eigentlich Göttingen die überlegene Mannschaft war. Die Platzherren starteten zwingend, schnürten Bückeburg zu Beginn zeitweise sogar ein. Aber auch für den VfL ergaben sich im Laufe der ersten Halbzeit Möglichkeiten, ausgelöst durch die Freistöße von Burak Buruk. In der 30. Minute ging ein Kopfball von Pascal Könemann an den Pfosten und in der 38. Minute strich Buruks 20-Meter-Schuss knapp über das Eck.

Wichtigster Mannschaftsteil war beim VfL Bückeburg aber die Abwehr, die perfekt zusammenarbeitete. Nach der Pause hatten die Gäste mehrere hochbrisante Szenen zu überstehen. Torwart Patrick Spilker hielt den Schuss von Beyazit (60.), Thorben Rudolph verzog freistehend (62.) und Pascal Könemann rettete kurz vor der Linie (70.).

Am heißesten war aber die Szene in der 89. Minute. Beyazit erzielte nach einer Ecke den vermeintlichen Ausgleich, aber Schiedsrichter Hannes Saul aus Bremervörde erkannte den Treffer nicht an, weil er den Eckstoß noch nicht freigegeben hatte. Jannis Städter hatte nämlich zuvor bei einer Rudelbildung die Gelbe Karte gesehen. Eine Verwarnung, über die sich der VfL Bückeburg in diesem Fall freuen konnte.

Schon am kommenden Sonntag muss der VfL Bückeburg zum dritten Auswärtsspiel in Folge antreten. Das Team von Trainer Timo Nottebrock gastiert dann um 15 Uhr beim 1. FC Egestorf-Langreder. Bückeburg wird dort mit großem Selbstvertrauen antreten und will auch dort punkten.

VfL: Spilker, Pascal Könemann, Abram, Prange (75. Hattendorf), Werner, Städter, Buruk, Steininger, Raschke, Bastian Könemann (89. Bremer), Schikora (84. Tobias Versick).




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