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Die HSG Schaumburg Nord fiebert dem Duell mit dem HV Barsinghausen entgegen

„Punkte bleiben bei uns“

veröffentlicht am 28.09.2018 um 21:22 Uhr

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Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

WALTRINGHAUSEN. Da steht eine sportliche Schlacht ins Haus: Der Handball-Oberligist HSG Schaumburg Nord erwartet heute um 18 Uhr den Nachbarn HV Barsinghausen zum Derby in der Sporthalle am Radbach. „Es geht um Ruhm, Ehre und natürlich auch um zwei Punkte“, sagte HSG-Trainer Sebastian Reichardt, der seine Mannschaft gegen den Aufsteiger in der Favoritenrolle sieht: „Da gibt es keine zwei Meinungen, die Punkte bleiben bei uns.“

Das Spiel hat durch die räumliche Nähe der Vereine und die HSG-Vergangenheit einiger HVB-Spieler wie Julian Frädermann und Philipp Daseking, die zusammen die zweite Frauenmannschaft der HSG coachen, eine gewisse Brisanz. Mit Jannis Frädermann ist ein weiterer ehemaliger HSG-Spieler im Sommer an den Deister gewechselt. Auf der anderen Seite spielten Matthias Tadge, Fynn Graafmann und Andreas Lüer bereits südlich der Bundesstraße 65. Auch Reichardt selbst hat eine Barsinghäuser Vergangenheit.

Der Aufsteiger habe sich verstärkt und sei noch in einer Phase der Euphorie, so Reichardt: „Es gibt einen heißen Tanz, sie werden sich etwas ausrechnen.“ Seine eigene Mannschaft sieht der Coach derweil bei 60 bis 70 Prozent des eigentlichen Leistungsvermögens. „Wir haben immer noch Phasen, in denen wir zu viele Fehler machen und auch zu viel versieben. Aber wenn wir unsere Leistung abrufen und uns weiter steigern, sind wir vor allem zu Hause nur schwer zu schlagen.“

Die Gäste kommen nach Meinung des HSG-Coaches für die Ränge sieben bis zehn infrage: „Also deutlich hinter uns.“ Die Mannschaft sei aber erfahren, hole das Beste aus sich raus, so der Trainer. Aktuell steht der HVB mit 2:4 Punkten auf Tabellenplatz zwölf, was angesichts des schweren Auftaktprogramms gegen die Aufstiegsfavoriten aus Vorsfelde (28:33) und Vinnhorst (19:28) aber wenig Aussagekraft hat. Den Niederlagen steht ein 25:23-Erfolg gegen den Lehrter SV gegenüber. „Das waren schwierige Brocken“, räumt Reichardt ein, dessen Team bereits zwei Heimsiege auf dem Konto hat.

„Es wird auch darauf ankommen, wer bei den aufkommenden Emotionen cooler bleibt, sich besser im Griff hat und eher ans Optimum gehen kann“, erklärt Reichardt. Im Derby sei halt alles möglich, so der Coach, führt aber nach kurzer Überlegung fort: „Es spricht viel für uns. Das wir gegen einen Aufsteiger verlieren? Eher nicht!“

Tatsächlich spricht viel für die Schaumburger. Der letzte Derbysieg der Gäste war am 15. November 2015, vor fast drei Jahren. In der Vorbereitung auf diese Saison trafen sich beide Teams beim Schaumburg-Cup, die HSG behielt beim 22:18 das bessere Ende für sich. „Das war ein wichtiger Test, wir haben unsere Schlüsse gezogen“, sagte HVB-Trainer Jürgen Löffler dem „Deister Echo“.




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