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HSG Exten-Rinteln dreht Spiel in Garbsen / VfL holt Punkt

Tonkunas wird laut

veröffentlicht am 03.09.2018 um 15:37 Uhr

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LANDKREIS. Im ersten Auswärtsspiel der Saison hat der Handball-Regionsoberligist HSG Exten-Rinteln das erwartet schwere Match beim letztjährigen Tabellenvierten Garbsener SC mit 25:19 (8:11) gewonnen.

Die Rintelner kamen schwer in Spiel und lagen in der 7. Minute bereits 2;4 zurück. Zur Halbzeitpause stand ein 8:11 aus Sicht des Landesligaabsteigers auf der Anzeigetafel. „Ich bin in der Pause explodiert, so was habe ich selten erlebt“ berichtet Trainer Saulius Tonkunas aufgebracht „Wir haben nur das eins gegen eins gesucht und keinen Handball gespielt, etliche Fehlwürfe und einfache Fehler gemacht. Das hatte nichts mit Handball zu tun“, so Tonkunas weiter.

Im zweiten Durchgang starteten die Garbsener furios und spielten bis zu 36. Minute eine 15:10 Führung heraus. Alles sah nach einer Niederlage für die Mannschaft um HSG-Ikone und Torjäger Alexander „Hotte“ Ermakov aus, der die vollen 60 Minuten in Manndeckung genommen wurde aus.

Die klaren und lauten Worte des HSG-Trainers zeigten aber Wirkung. „Dann haben wir endlich Handball gespielt. Die Mannschaft hat gekämpft und am Ende einen sicheren Sieg rausgespielt“, sagte Tonkunas.

Neuzugang Aurimas Gedvilas hat sich gut ins Team integriert und war mit vier Treffern maßgeblich am Auswärtserfolg beteiligt.

HSG: Jurys 5, Ermakov 5, Gedvilas 4, Tonkunas, Tomas 4, Lysenko 3, Uhlig, Morvenas 1, Schumann 1, de Koek 1.

TSV Neustadt – MTV Großenheidorn III 29:29 (17:16). Patrick Robock als ehemaliger TSV-Trainer hatte seine neue Mannschaft optimal auf den letztjährigen Vizemeister eingestellt. Zur Pause stand es 17:16 für den MTV. Die Neustädter führten dann mit drei Toren und es sah nach einem Sieg für den Favoriten aus (40.). Victor Bredthauer sorgte mit seinem Doppelschlag innerhalb von 32 Sekunden in der 54. Spielminute für das 29:29. Bis zum Schlusspfiff fiel kein Tor mehr. Michael Epifanio hielt in der 59. Minute einen Siebenmeter und der MTV vergab sechs Sekunden vor Schluss den möglichen Siegtreffer. „Als Aufsteiger können wir mit dem Punkt beim etablierten Regionsoberlisten zufrieden sein“, sagte Robock.

MTV: Birth 7, Neuenfeld 6, Bredthauer 3, Meuter 3, Wegener 3, Porwitt 2, Kaßbaum 2, Kimmel 1, Gümmer 1 und Appel 1.

HV Barsinghausen II – VfL 1877 Stadthagen 22:22 (11:12). Dank starker Nerven hat der Handball-Regionsoberligist VfL 1877 Stadthagen bei der Oberliga-Reserve des HV Barsinghausen einen Punkt mitgenommen. Erst erzielte Philip Leinert per Siebenmeter den Anschlusstreffer und 44 Sekunden später gelang Jonas Krückeberg mit der Schlusssirene das 22:22 (12:11). „Den Punkt haben wir uns erkämpft“, meinte der verletzte VfL-Teamsprecher Lukas Tadge.

Bereits die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, Tobias Baumgarten sorgte zur Pause für eine knappe 12:11-Führung der Gäste. „Unsere jungen Spieler Lukas Hävemeier, Jorin Frenzel, Lenard Wieczorek und Nils Krome haben das super gemacht“, lobte Tagde die Eigengewächse.

Nach dem Seitenwechsel brachten sich die Stadthäger allerdings selbst in die Bredouille. „Wir haben fünf Konter oder freie Würfe nicht im Tor untergebracht, das hat uns fast das Genick gebrochen“, so der Teamsprecher. Nach 50 Spielminuten lagen die Gäste 16:19 zurück, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 20:20 (57.) musste der VfL in der Schlussminute zwei Tore Rückstand aufholen. „Das war knapp, aber auf der Leistung können wir aufbauen“, sagte Tadge. Am Sonnabend, 8. September, um 18 Uhr erwarten die Kreisstädter den VfV 1887 Hainholz.

VfL: Baumgarten 6, Leinert 3, Bohnhorst 2, Wieczorek 2, Krückeberg 2, Hävemeier 2, Harmening 2, Pöppel 1, Kölling 1, Frenzel 1.

Frauen: TuS Vinnhorst – HSG Schaumburg Nord 20:29 (8:17). Den Gästen gelang ein Start-Ziel-Sieg. Nach dem 5:2 durch Insa Pinkenburg (9.) setzte sich der Gast stetig weiter ab und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Vier Spielerinnen aus der spielfreien ersten Mannschaft verstärkten die HSG. Vor allem Insa Pinkenburg war kaum zu bremsen, erzielte zwölf Treffer. „Der Sieg war klar verdient und auch wichtig. Wir haben uns gefreut, dass uns die Erste geholfen hat“, sagte Julian Frädermann, der die HSG-Reserve mit Philipp Dasking trainiert.

HSG: Schmidt 3, Reese 1, Pfaffe 7, Pinkenburg 12/3 Siebenmeter, Strothmann 3, Kagel 2, Bock 1.




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