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Sensationelles 2:1 – Bückeburg verpasst Oldenburg erste Niederlage und erste Gegentore

„Wenn wir beißen, dann können wir richtig gut sein!“

Oberliga. Der Gegner gewann vier seiner fünf Auftaktspiele, der Gegner kam als Tabellenzweiter, er war ungeschlagen und er bekam in dieser Saison noch kein einziges Gegentor. Doch der VfL Bückeburg beendete den rekordverdächtigen Lauf. Er knackte den erfolgsgewohnten VfL Oldenburg, gewann am Samstag mit 2:1.

veröffentlicht am 08.09.2013 um 19:17 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:41 Uhr

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Es war ein Sieg der Effektivität, des Zutrauens und es war ein Sieg der Strategie. Dem VfL Bückeburg reichte in der zweiten Halbzeit ein einziger gelungener Angriff zum Siegtreffer. „Außerdem war wichtig, dass wir unsere Ordnung beibehielten“, freute sich Trainer Timo Nottebrock nach Spielschluss.

Er hatte sich für eine ähnliche Startelf wie beim Auswärtssieg in der letzten Woche entschieden: Pascal Könemann neben Jan-Eike Raschke in der Innenverteidigung und der betriebsame Jannis Städter auf der rechten Abwehrseite. Jan Steiniger spielte als Sechser vor der Abwehr, war wie immer einer der großen Leistungsträger.

Der VfL Bückeburg kam aber nur schwerfällig ins Spiel und hatte Glück, als Schiedsrichter Bruno Brito da Rocha in der 10. Minute einen Kopfballtreffer des Oldenburgers Kai Schröder nicht anerkannte – eine fragwürdige Entscheidung. Die Gäste kamen in der ersten halben Stunde im Angriff deutlich besser durch. Der VfL Bückeburg wurde erst besser, als er bissiger zur Sache ging. Der beste Stürmer der Platzherren war ein Verteidiger: Jannis Städter bereitete in der ersten Halbzeit auf dem Flügel zwei schöne Torszenen vor. Doch für seine Flanken fand sich kein Abnehmer. Zuvor hatte Tim Buchwald die größte, aber nur zufällig entstandene Tormöglichkeit aus sechs Metern vergeben (8.). Bückeburg kämpfte sich in imposanter Weise immer besser in das Spiel, hatte gegen Ende der ersten Halbzeit seine stärkste Phase. Das 1:0 in der 36. Minute fiel nicht unverdient. Bastian Könemann riss auf der rechten Seite das Loch, gab den Ball überlegt in die Mitte, wo es der freistehende Burak Buruk zunächst spannend machte, sich den Ball nochmals zurechtlegte, ehe er den Torschuss ansetzte.

Nach der Pause nahm das Spiel den erwarteten Verlauf. Der VfL Oldenburg zeigte, warum er so gut dasteht. Die Gäste entwickelten Druck und beschäftigten Bückeburg mit Abwehraufgaben. Dass nicht mehr Schäden als der 1:1-Ausgleich durch Daniel Kulbatzki in der 69. Minute entstanden, hatten die Platzherren Torwart Patrick Spilker zu verdanken, der zweimal sensationell reagierte.

Bückeburg stand hinten nicht schlecht, fing die meisten Angriffe schon 20 Meter vor dem Tor ab. Allerdings ging vorne so wenig, dass mit dem Siegtreffer in der 78. Minute nicht zu rechnen war. Der Angriff hatte es in sich: Bennet Heine mit einem robusten Antritt und einer weiten Flanke, Tim Buchwald mit einem mutigen Direktschuss aus sechs Metern – 2:1 für Bückeburg. Zwei Gegentreffer in nur einem Spiel: Oldenburg war geschockt. Der Sieg des VfL Bückeburg geriet in der Schlussphase kaum noch in Gefahr, auch weil Timo Nottebrock defensiv auswechselte. Die beste Spielanalyse kam von einem Bückeburger Experten: „Wenn wir zu 100 Prozent beißen, kämpfen und an uns glauben, dann können wir richtig gut sein.“

VfL: Spilker, Pascal Könemann, Abram, Städter, Buchwald (81. Rinne), Bremer, Buruk, Bennett Heine (81. Schmalkoch), Steininger, Raschke, Bastian Könemann (88. Schikora).




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