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Hattendorfer Ortsfeuerwehr ist stark aufgestellt / Großer Feuerwehrhausanbau soll 2022 eingeweiht werden

36 Aktive bewältigen neun Einsätze

Eine starke Ortsfeuerwehr hat sich viel vorgenommen. Einiges an Eigenleistungen soll für den Anbau des Gerätehauses mit Fahrzeughalle geleistet werden.

veröffentlicht am 09.01.2019 um 16:02 Uhr
aktualisiert am 09.01.2019 um 16:50 Uhr

Befördert wurden: Moritz Both zum Hauptfeuerwehrmann (v. li.), Sebastian Vrielink und Fabian Watermann zu Löschmeistern und Norman Dornbusch zum 1. Hauptlöschmeister. Fotos: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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HATTENDORF. Am Samstagmorgen haben die Hattendorfer Feuerwehrleute ihren Nachwuchs noch beim traditionellen Einsammeln der Tannenbäume unterstützt und am Abend traf man sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Peter wieder.

Ortsbrandmeister Lars Weber begrüßte mehr als 50 Mitglieder und stellte fest, dass die Ortsfeuerwehr Hattendorf gut aufgestellt ist.

„Wir haben 36 aktive Feuerwehrleute, die in zwei Gruppen tätig sind“, so Weber. Dazu kämen zehn Jugendliche, 16 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr und fünf in der Altersabteilung. „Dazu kommen noch 119 fördernde Mitglieder. Das bedeutet, dass von 455 Hattendorfern 186 die Ortsfeuerwehr unterstützen“, so der Ortsbrandmeister.

Ortsbrandmeister Lars Weber

Zu neun Einsätzen ist die Ortsfeuerwehr Hattendorf 2018 ausgerückt. Der Großbrand in Rehren war der größte Brandeinsatz seit Langem und wird den Feuerwehrleuten in Erinnerung bleiben. Bei einem Wohnungsbrand in Rehren waren die Hattendorfer als Erste am Einsatzort und konnten einen Schwelbrand schnell unter Kontrolle bringen. „Gerade dieser Einsatz hat gezeigt, dass der Sicherstellungsauftrag der Gemeinde Auetal nicht durch ein oder zwei Stützpunkte im Auetal gewährleistet werden kann. Nur wenn im Auetal mehrere gut aufgestellte Ortswehren vorgehalten werden, werden wir in naher Zukunft noch in der Lage sein, unseren Sicherstellungsauftrag gemeinsam zu erfüllen“, so Weber.

Vor diesem Hintergrund sei er auch sicher, dass in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung eine zukunftsfähige Lösung für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses gefunden wird.

„Denn unser Gerätehaus war auch im letzten Jahr gut ausgelastet und so können wir auf insgesamt 152 Dienste zurückblicken“, sagt der Ortsbrandmeister.

Hattendorfs Ortsvorsteher Friedrich Gärling stellte in seinem Grußwort fest, dass sich die Politik schon weit vorwärts bewegt habe, was den Anbau des Feuerwehrgerätehauses angeht. „Wir hatten 35 000 Euro im Haushalt eingeplant und jetzt sind es 130 000 Euro, die für 2020/2021 vorgeplant sind. Aber das Geld reicht noch nicht aus. Eigenleistungen müssen erbracht werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es schaffen können und dass wir 2022 unseren Anbau einweihen können“, so Friedrich Gärling.

Über die Dienste und Aktivitäten der ersten Gruppe informierte René Gärling während der Jahreshauptversammlung. „Wir absolvierten 33 Dienste mit insgesamt 80 Stunden, aber darin sind nicht die zusätzlich geleisteten Dienste mit der zweiten Gruppe, dem 3. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd und dem Zugverband enthalten“, erläuterte René Gärling.

Größter Wettkampferfolg war der Sieg bei den Gemeindewettbewerben, der noch einmal kräftig bejubelt wurde.

Norman Dornbusch informierte über die Einsätze und Aktivitäten der zweiten Gruppe und die neuen Aufgaben im Einsatzgebiet Langenfeld. „Die Sinnhaftigkeit, dass wir mit in die Langenfelder Alarmschleife eingebunden sind, konnte man innerhalb einer Übung beeindruckend sehen. Wir waren bei unserer ersten gemeinsamen Einsatzübung fast zeitgleich mit den Langenfeldern vor Ort“, so Dornbusch.

Sebastian Vrielink berichtete von der aktiven Jugendarbeit der Ortsfeuerwehr und den zahlreichen Aktivitäten des Nachwuchses und Fabian Watermann aus der Kinderfeuerwehr. Da seine Schwester Annika aus beruflichen Gründen die Leitung der Kinderfeuerwehr abgeben musste, trat Fabian an ihre Stelle. Er wurde einstimmig zum Kinderfeuerwehrwart gewählt. Ebenfalls einstimmig gewählt wurden Theresa Gärling zur Schriftführerin, Reinhard Wittek zum Gerätewart, René Gärling zum Gruppenführer I, Moritz Both zu seinem Stellvertreter, Lars Weber zum Gruppenführer II, Norman Dornbusch zu seinem Stellvertreter, Patrick Trittel zum Atemschutzgerätewart und Daniel Borrmann zum Zeugwart. Dieser Posten wurde erstmals in der Ortsfeuerwehr besetzt.

Befördert wurden: Moritz Both zum Hauptfeuerwehrmann, Sebastian Vrielink und Fabian Watermann zu Löschmeistern und Norman Dornbusch zum 1. Hauptlöschmeister.

Schon Februar sollen Arbeitsdienste stattfinden, bei denen das Außengelände des Feuerwehrhauses für die Erweiterung vorbereitet wird. Bäume, Büsche und Sträucher müssen entfernt werden. „Und das, bevor die Vögel brüten“, erklärte Dornbusch.




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