weather-image
Nach einem Jahr: Grundschulkollegium und Schüler ziehen positive Bilanz

Activboards erleichtern Unterricht

Lehrer und Schüler sind begeistert von der Arbeit mit den Activboards in den Klassenräumen und erklären warum.

veröffentlicht am 26.10.2018 um 15:04 Uhr
aktualisiert am 26.10.2018 um 16:10 Uhr

270_0900_113294_a_whitebord1_2510.jpg
Kerstin Lange

Autor

Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

REHREN. „Die Arbeit mit den Activboards macht uns Spaß. Sie erleichtern den Unterricht, bieten wesentlich mehr Möglichkeiten – machen auch den Kindern Spaß. So können wir die Motivation und Lernfreude der Kinder fördern“, sagte Jacqueline Drelichowski, Lehrerin der Grundschule Auetal. Seit gut einem Jahr arbeiten und lernen die Viertklässler der Grundschule Auetal mit den Activboards und inzwischen wurden auch die Klassenräume des 3. Jahrgangs damit ausgestattet.

„Wir nutzen die neue Technik in verschiedenen Bereichen“, erklärte Lehrerin Lena Sassenberg. Im Kunstunterricht würde es bei Deutungen von Kunstwerken, beispielsweise bei der Strichführung, eingesetzt und im Sachunterricht könnten an der großen „digitalen Tafel“ Sachverhalte durch farbige Darstellungen oder kurze Videosequenzen verdeutlicht werden.

„Der Zugriff auf das Internet ist eine große Unterstützung im Unterricht und eröffnet neue Möglichkeiten“, so Drelichowski. „Die passende Software zum Lehrwerk in den Hauptfächern optimiert den Unterricht.“

Auch die Grundschüler sind begeistert von den modernen Tafeln und arbeiten gerne daran. Mit dem Finger kann darauf „geschrieben“ werden.

„Man kann sich viele Dinge besser vorstellen, wenn man sie auf dem Board sieht“, meinte Marcel Dellin aus der Klasse 4c.

An die Activboards sind Dokumentenkameras – sogenannte Elmos – angeschlossen. Sie ermöglichen einfaches und schnelles Wechseln von Blatt zu PC und ersetzen die früheren Projektoren. „Wobei man das kaum vergleichen kann. Die Elmos können selbstverständlich viel mehr als die alten Projektoren. Man kann zoomen und Dinge darunter legen, um sie von allen Seiten zu betrachten“, erklärte Schulleiter Carl Gundlach.

„Durch Elmo ist man weniger mit Schreiben an der Tafel beschäftigt und hat mehr Zeit zum Reden darüber“, meinte Emma Wolf, ebenfalls aus der 4c.

Vom Kollegium werden noch mehr Vorteile der modernen Technik aufgeführt. Die bessere Visualisierung von Lerninhalten, interaktive Handlungen, die Lernprozesse und Verständnis fördern und immer wieder der Zugriff auf das Internet, der heute aus dem Unterricht kaum noch wegzudenken ist.

„Wir können Videos gucken und Musik hören, passend zum Unterricht“, erklärte Nala Spenner (4c).

„Es gibt keine Zeitverluste durch den Wechsel von Klassenräumen oder die Beschaffung von Projektoren, denn wir haben die Activboards ja in den Klassenräumen“, erklärt Drelichowski. „Die anfängliche Mehrarbeit der Kollegen, aufgrund der Einarbeitung lohnt sich und erleichtert die Unterrichtsvorbereitung langfristig.“

Tafelbilder könnten effektiver erstellt, abgespeichert und bei Bedarf ausgedruckt werden. „Aber wir benötigten wesentlich weniger Material – also weniger Kopien, weniger selbsterstelltes Material wie Plakate und Ähnliches“, erklärte Sassenberg.

Drei bis vier weitere Activboards möchte die Grundschule Auetal künftig noch anschaffen. Ein entsprechender Antrag für den Haushaltsplan 2019 liegt der Gemeinde Auetal vor.

„Wir hätten sehr gerne die gleichen Geräte, die wir bereits haben, denn darauf sind alle Lehrer und Schüler gut eingearbeitet. Diese etwas ältere und günstigere Generation von Activboards wird allerdings wohl in zwei Jahren auslaufen“, sagte Gundlach.

Bleibt abzuwarten, wie die Politik entscheidet.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare