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Gemeinde beantragt Beitritt zum Bündnis „Niedersachsen für Europa“

Auetal will Europa unterstützen

AUETAL. Die Gemeinde Auetal will dem Bündnis „Niedersachsen für Europa“ beitreten. „Damit setzen die im Rat vertretenen Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und WGA kurz vor der Europawahl ein Zeichen für den europäischen Gedanken“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bela Lange, zur Begründung. Die Grünen hatten dem Verwaltungsausschuss einen entsprechen Antrag zum Beitritt vorgelegt, der einstimmig vom Ausschuss beschlossen wurde.

veröffentlicht am 10.05.2019 um 13:15 Uhr

Anke Schmidt und Bela Lange von den Grünen haben die Idee zu dem Beitritt zum Bündnis „Niedersachsen für Europa“ gehabt. Foto: leo
Leonhard Behmann

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Das Bündnis „Niedersachsen für Europa“ wurde im Januar 2019 gegründet. Initiatoren sind das Land Niedersachsen, die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, das Katholische Büro Niedersachsen, die Unternehmerverbände Niedersachsen sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund. „Die Gründungsmitglieder sind sich in dem gemeinsamen Ziel einig, die europäische Integration fördern zu wollen, die Europäische Union als einzigartiges Friedensprojekt auf europäischem Boden fortzuentwickeln und die Gedanken der Völkerverständigung und der internationalen Zusammenarbeit zu stärken und in die Zukunft zu tragen“, sagt Lange. Weitere Ziele seien die Information über die Europäische Union und ihre Institutionen, die Würdigung der Verdienste und die Errungenschaften der Europäischen Union sowie die Förderung der europäischen Integration. Konkret würde es aber auch darum gehen, die Motivation, an der Europawahl am 26. Mai teilzunehmen, zu steigern. „Schließlich ist das Wahlrecht ein großartiges Bürgerrecht, von dem andere träumen, und man kann selbst mitbestimmen, wer im Europaparlament die eigenen Interessen vertritt“, sagt Lange.

Dem überparteilichen Bündnis können landesweit Verbände, Institutionen, Vereine, Gruppen, Kommunen und Einzelpersonen beitreten. Mittlerweile seien bereits viele Kommunen Mitglied – „auch die kommunalen Spitzenverbände“, sagt Lange. „Das Bekenntnis zu Europa ist gerade in einer Zeit, wo es politische Angriffe auf die europäische Idee gibt, von enormer Bedeutung“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Der Beitritt sei in erster Linie ein symbolischer Vorgang. „Als Teil des Bündnisses können Veranstaltungen wie Europa-Feste auch überregional bekannt gemacht werden“, sagt Lange. Denkbar sei, dass ein solches Fest in der Zukunft im Auetal stattfindet, erklärt die Politikerin. Bürgermeister Heinz Kraschewski nennt den Beitritt ein „Lippenbekenntnis“. Für das Auetal habe das Ganze keine direkten Vorteile. „Er kostet die Gemeinde aber auch nichts“, sagt der Bürgermeister. Auch deshalb hätten sich er und die Fraktionen dem Antrag nicht verschließen wollen.

Wie wichtig Europa für das Auetal sei, könne jedem im Alltag klar werden, meint Lange. „Die Spuren von Europa begegnen uns in allen Lebensbereichen, ob bei Vorschriften oder bei den mit europäischen Geldern finanzierten Bauprojekten im Auetal“, erklärt die Politikerin die Bedeutung der Staatengemeinschaft.




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