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Auetaler Nabu wird in „Nabu in Schaumburg“ integriert

ROLFSHAGEN. Den Nabu Auetal wird es in seiner jetzigen Form nicht länger geben. Die Mehrheit beschloss auf der Hauptversammlung im Gasthaus „Zum Kühlen Grund“, dass die Naturschutzgruppe in den „Nabu in Schaumburg“ integriert werden soll. Das ist der Grund:

veröffentlicht am 15.05.2019 um 12:25 Uhr

Die neuen Gruppensprecher Stefan Vollmer (rechts) und Rolf Wittmann. Foto: mv

Autor:

Malick Volkmann
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ROLFSHAGEN. Den Nabu Auetal wird es in seiner jetzigen Form nicht länger geben. Die Mehrheit beschloss auf der Hauptversammlung im Gasthaus „Zum Kühlen Grund“, dass die Gruppe in den „Nabu in Schaumburg“ integriert werden soll. Der „Nabu in Schaumburg“ ist ein Zusammenschluss kleinerer Gruppen des Naturschutzbundes. Stefan Vollmer, Vorsitzender des Nabu Auetal, liefert die Motive: „Die Bürokratie nimmt einfach überhand. Wir machen das alle ehrenamtlich und nebenbei. Die Arbeit macht nach wie vor wahnsinnig Spaß, aber wir als Vorstand wollen uns diese Belastung nicht länger antun. Wir gehen lieber raus und machen etwas für die Natur, anstatt am Schreibtisch zu sitzen“, begründet Vollmer seinen Vorschlag, der auf der Versammlung angenommen wurde.

Genauer: Alles werde immer komplizierter, seien es Satzungen oder Steuererklärungen, so Vollmer. Dazu komme die schwierige personelle Situation: „Es wird immer schwieriger, Vorstandsposten zu besetzen. Das geht ja nicht nur uns so“, erklärt Vollmer, dessen Position in Zukunft als Gruppensprecher bezeichnet wird. Den Posten des zweiten Gruppensprechers übernimmt Rolf Wittmann, der bisher als zweiter Vorsitzender aktiv war. „Dieser Übergang ist die einzige Möglichkeit, um die Gruppe am Leben zu halten“, sagt Vollmer.

Dennoch wurde auf der Hauptversammlung auch debattiert und diskutiert. So kamen Fragen nach der Entscheidungsgewalt und der Verfügung über die vereinseigenen Gelder auf. Vollmer beruhigte die Zweifler jedoch. Die Verwaltung des Kapitals bleibt auch in Zukunft in der Hand der Gruppe: „Unser Geld bleibt unser Geld“, stellt der Gruppensprecher klar.

Damit die Zukunft noch besser aussieht, wirbt der Vorstand um neue, junge Mitglieder, denen der Naturschutz am Herz liegt und die sich auch aktiv in das Vereinsleben einbringen. Falls es irgendwann genug Freiwillige gebe, die „mit Leidenschaft und Herzblut“ anpacken, könnte der Nabu in seiner jetzigen Form jederzeit reaktiviert werden. Wer sich für die Arbeit des Nabu interessiert, kann zum nächsten Gruppentreffen kommen, das am Dienstag, 21. Mai, ab 18.30 Uhr am Klärwerk Auetal an der Bernser Landwehr stattfindet. Vor Ort soll der Staudenknöterich zurückgeschnitten werden.




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