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Auch die Bogenschützen feiern

Auetaler Schützen: Jubiläum wird großes Familienfest

ROLFSHAGEN. Die umfangreichen Vorarbeiten für das Fest zum 130-jährigen Bestehen des Schieß- und Sportvereins Rolfshagen haben sich gelohnt. Begleitet vom milden, sommerlichen Wetter konnte das gesamte Programm reibungslos ablaufen. Das Jubiläum geriet zu einem großen Familienfest:

veröffentlicht am 20.05.2019 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 20.05.2019 um 17:10 Uhr

Zu den Gäste-Abordnungen gehörten auch diese Männer, die man als Napoleonische Soldaten begrüßte. Aufgrund des schönen Wetters fand diese Veranstaltung nicht im Saal, sondern im Freien statt. Foto: sig
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Siegfried Klein Reporter
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ROLFSHAGEN. Die umfangreichen Vorarbeiten für das Fest zum 130-jährigen Bestehen des Schieß- und Sportvereins Rolfshagen haben sich gelohnt. Begleitet vom milden, sommerlichen Wetter konnte das gesamte Programm reibungslos ablaufen. Vereinsvorsitzender Thomas Strömel wies bei seiner Begrüßung darauf hin, dass dieses Volksschützenfest noch eine besondere Tradition aufweist. Es erinnere nämlich daran, dass man alle zwei Jahre napoleonische Soldaten zu besiegen habe.

Bürgermeister Heinz Kraschewski lobte das Engagement des Vorstandes und der Aktiven des Vereins. Die Zeiten, in denen Schützenfeste mit großen Umzügen und viel anderem Aufwand organisiert wurden, seien unwiederbringlich vorbei. Ein wachsendes Freizeitangebot habe für viel Konkurrenz gesorgt und zum Rückgang von Mitgliederzahlen geführt. Der SSV habe diese Entwicklung frühzeitig erkannt und mit der Gründung einer Abteilung für Bogenschützen für ein zusätzliches Angebot gesorgt. Der Festredner übergab dem Vereinschef eine Geldspende für die Jugendarbeit.

Ortsvorsteher Rüdiger Teich bezeichnete den gastgebenden Verein als eine Gemeinschaft, die viel zum Miteinander und zur Nachbarschaftspflege im Ort beitrage. Er schaffe es immer wieder, die Begeisterung für den Schießsport auch bei der Jugend wachzuhalten. Außerdem lobte er den Einsatz für den gesamten Bereich des Schützenhauses und aller dazugehörenden Anlagen. Es sei anerkennenswert, dass der Verein sein Haus auch für andere Gemeinschaften öffne. Der Ortsvorsteher zollte den zahlreichen Generationen Respekt, die den SSV durch ihren persönlichen Einsatz am Leben erhalten haben. Auch von ihm kam eine Geldspende.

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Mehrere junge Tanzgruppen des benachbarten Sportvereins TuSG Rolfshagen erfreuen die Besucher am zweiten Festtag. Foto: sig

Der zweite Festtag wurde zu einem großen Familientreffen. Im Mittelpunkt standen unter anderem Auftritte von drei verschiedenen jungen Nachwuchs-Tanzgruppen der Turn- und Sportgemeinschaft Rolfshagen. Für die Kinder gab es mehrere Spielstationen, unter anderem war Dosenwerfen besonders beliebt. Die idyllische Umgebung des Schützenhauses lud die Kleinen zusätzlich zum Klettern und Laufen ein.

Ein Getränkewagen und ein Grillstand kümmerten sich an beiden Festtagen um die Versorgung der Aktiven und aller Besucher. Im Eingang des Schützenhauses stand außerdem ein reichhaltiges Kuchenbüfett mit Kaffee bereit.

Am Samstag sorgte zudem der Spielmannszug Rolfshagen bei einem mehrstündigen Platzkonzert für die musikalische Unterhaltung.

Der Abend wurde mit einer Königsparty im Saal des Schützenhauses beschlossen. Für die schwungvolle Discomusik sorgten „Die geilen Böcke“. Bis weit über Mitternacht hinaus haben die Abordnungen der Schützenvereine aus Luhden, Kathrinhagen-Westerwald, Rodenberg und Altenhagen und die Rintelner Bürgerschützen mit den Gastgebern gefeiert.

Das nächste größere Ereignis findet dann im kommenden Jahr auf dem Festplatz in der Ortsmitte statt. Dann bekämpfen Preußen und Engländer gemeinsam die französische Garde von Napoleon. Dabei bleibt es nicht nur bei Wasserbomben, sondern es werden unter anderem auch Kanonen und andere Waffen mit Schwarzpulver eingesetzt. Unverändert bleibt aber auch dann wieder die alte Tradition: Die Franzosen müssen den Rückzug antreten und sich geschlagen geben.




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