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Wohnhaus und Pferdestall brennen

Brand in Rehren: Keine Verletzten, Pferde rechtzeitig gerettet

REHREN. 93 Feuerwehrleute im Einsatz, stundenlanger Einsatz: Am Pfingstsonntag erlebten die Auetal Feuerwehrleute einen Großeinsatz: In Rehren brannten Wohnhaus und Stallungen. Zum Glück gab es keine Verletzten, und die Pferde wurden früh aus dem Stall gerettet. Die Hintergründe zum Brand:

veröffentlicht am 21.05.2018 um 15:34 Uhr
aktualisiert am 21.05.2018 um 17:20 Uhr

Rund 100 Einsatzkräfte sind in Rehren im Einsatz. Haus und Stall aber sind nicht zu retten. Foto: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite

REHREN. „Es hat einen lauten Knall gegeben und dann haben wir schon gesehen, dass der Dachstuhl des Hauses in Flammen stand“, erzählt eine Anwohnerin aus der Straße „Am Bogen“ in Rehren. Sofort hätten Anwohner die Pferde aus dem angrenzenden Stall geholt und auf eine nahe Wiese gebracht. Menschen waren am Pfingstsonntag gegen 14.30 Uhr, als das Feuer ausbrach, nicht im Haus.

Die Auetaler Feuerwehren des Zuges Mitte aus Rehren-Westerwald, Escher und Rannenberg, sowie aus Hattendorf und Rolfshagen wurden alarmiert. Zusätzlich wurden im Rahmen der Löschhilfe die Drehleiter aus Rinteln und die Teleskopmastbühne der Werkfeuerwehr Lebenshilfe Rinteln angefordert.

Der Dachstuhl brannte lichterloh. Das auf dem Dachboden gelagerte Stroh fing immer wieder an anderen Stellen Feuer. Von allen Seiten bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen und verhinderten das Übergreifen des Feuers auf die nahestehenden Nachbargebäude. Erschwert wurden die Arbeiten durch eine schwierige Löschwasserversorgung. Das Wasser aus den Hydranten reichte nicht aus und so musste die angrenzende Bückeburger Aue aufgestaut und als zusätzliche Wasserentnahmestelle verwendet werden. Auch Wassertransporte von anderen Hydranten aus Rehren und Poggenhagen wurden organisiert.

Die Einsatzkräfte sind auch in der Nacht zu Montag vor Ort: Das Gebäude wird komplett abgerissen. Foto: la
  • Die Einsatzkräfte sind auch in der Nacht zu Montag vor Ort: Das Gebäude wird komplett abgerissen. Foto: la
Über 90 Feuerwehrleute sind vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen. Foto: la
  • Über 90 Feuerwehrleute sind vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen. Foto: la
Stundenlang dauert es, alle Glutnester zu löschen. Die Gebäude müssen abgerissen werden. Foto: la
  • Stundenlang dauert es, alle Glutnester zu löschen. Die Gebäude müssen abgerissen werden. Foto: la
Das THW trägt den Dachstuhl mit einem Greifer ab und wirft das Stroh zum Ablöschen auf den Boden. Foto: la
  • Das THW trägt den Dachstuhl mit einem Greifer ab und wirft das Stroh zum Ablöschen auf den Boden. Foto: la
Nicht mehr zu retten: Das THW reißt das Gebäude ab. Foto: la
  • Nicht mehr zu retten: Das THW reißt das Gebäude ab. Foto: la
Gegen Abend wird der Greifer eingesetzt, gesteuert von der Teleskopmastbühne. Foto: la
  • Gegen Abend wird der Greifer eingesetzt, gesteuert von der Teleskopmastbühne. Foto: la
Der Dachstuhl wird abgerissen: Zu instabil haben die Brände das Gebäude gemacht. Foto: la
  • Der Dachstuhl wird abgerissen: Zu instabil haben die Brände das Gebäude gemacht. Foto: la
Das Feuer hat in Wohnhaus und Stallungen gewütet. Foto: la
  • Das Feuer hat in Wohnhaus und Stallungen gewütet. Foto: la
Der Großeinsatz findet in der Straße „Am Bogen“ statt. Foto: la
  • Der Großeinsatz findet in der Straße „Am Bogen“ statt. Foto: la
Der Qualm ist weithin zu sehen. Foto: la
  • Der Qualm ist weithin zu sehen. Foto: la
Immer wieder müssen die Feuerwehrleute neue Glutnester bekämpfen. Foto: la
  • Immer wieder müssen die Feuerwehrleute neue Glutnester bekämpfen. Foto: la
Die Einsatzkräfte sind auch in der Nacht zu Montag vor Ort: Das Gebäude wird komplett abgerissen. Foto: la
Über 90 Feuerwehrleute sind vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen. Foto: la
Stundenlang dauert es, alle Glutnester zu löschen. Die Gebäude müssen abgerissen werden. Foto: la
Das THW trägt den Dachstuhl mit einem Greifer ab und wirft das Stroh zum Ablöschen auf den Boden. Foto: la
Nicht mehr zu retten: Das THW reißt das Gebäude ab. Foto: la
Gegen Abend wird der Greifer eingesetzt, gesteuert von der Teleskopmastbühne. Foto: la
Der Dachstuhl wird abgerissen: Zu instabil haben die Brände das Gebäude gemacht. Foto: la
Das Feuer hat in Wohnhaus und Stallungen gewütet. Foto: la
Der Großeinsatz findet in der Straße „Am Bogen“ statt. Foto: la
Der Qualm ist weithin zu sehen. Foto: la
Immer wieder müssen die Feuerwehrleute neue Glutnester bekämpfen. Foto: la

Gegen 16.15 Uhr war der Brand unter Kontrolle.

Ein Fachmann des Technischen Hilfswerks (THW) wurde dazugerufen und gemeinsam beschlossen die Einsatzkräfte, einen Greifer des THW Stadthagen anzufordern.

„Wir müssen das Stroh vom Dach bekommen, denn dort sind weitere Brandnester, die wir so sonst nicht gelöscht bekommen“, erläuterte Gemeindebrandmeister Michael Möller. Gegen Abend wurde der Greifer eingesetzt, gesteuert von der Teleskopmastbühne aus. Große Mengen Stroh, verkohlte Dachbalken und Teile des Giebels wurden auf den Boden geworfen und dort sofort abgelöscht. Die Ortsfeuerwehr Rehren-Westerwald wurde in Schichten als Brandwache eingeteilt. Nachts beschloss man aber doch noch, Teile des Hauses durch das THW mit einem Bagger einzureißen, um auch an die letzten Brandherde zu gelangen.

93 Feuerwehrleute, darunter 20 Atemschutzgeräteträger, sowie acht THW-Helfer und der Rettungsdienst waren mehrere Stunden im Einsatz.

Die Brandursache ist noch unbekannt. Vermutet wird ein technischer Defekt, da das Feuer auf dem Dachboden ausgebrochen ist. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und Ermittlungen eingeleitet. Die Fachleute werden vermutlich am Dienstag auf Ursachensuche gehen.

Für die Auetaler Feuerwehrleute, die zusammen mit den Rintelner Einsatzkräften erstklassige Arbeit geleistet haben, war die Nacht kurz. Um 8.20 Uhr am Pfingstmontag ertönten wieder die Pieper und Sirenen im Auetal. Zum Glück war es diesmal nur ein Fehlalarm in der Seniorenresidenz „Schäferhof“ in Rehren.




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