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Kita-Gruppe in der Grundschule?

Bürgermeister will keine Notlösung

Eine Kita-Gruppe in der Grundschule wäre für den Bürgermeister eine Notlösung und die möchte er nicht

veröffentlicht am 07.12.2018 um 16:18 Uhr

Autor:

Maurice Mühlenmeier
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REHREN. „Die Kitas werden im kommenden Jahr voll belegt sein“, hat Olaf Humke im Verlauf des letzten Sozial- und Jugendausschusses festgestellt. Um der Probleme Herr zu werden, werde man die Kita in Rolfshagen erweitern. Doch Jürgen Menke (WGA) hatte noch eine weitere Idee: „Die Rehrener Grundschule ist kleiner geworden“, stellt Menke fest. Viele Räume würden nicht mehr gebraucht, unter anderem die der Vorschule.

Die Gemeinde Auetal könne sich keinen „Stillstand“ in der Kita-Frage leisten, seien doch gerade ausreichende Plätze die Voraussetzung für den Zuzug junger Familien.

Schnell stellte der Bürgermeister Heinz Kraschewski fest: „Wir brauchen in Rehren einen Neubau.“ Diesbezüglich befinde man sich in Grundstücksverhandlungen. „Noch ist allerdings nichts spruchreif“, so der Bürgermeister. Der politische Wille sei jedoch da. „Im Bereich der über Dreijährigen kann zudem schnell reagiert werden“, fügte Humke hinzu.

„Wäre die Nutzung der Rehrener Grundschule nicht als Notlösung denkbar“, richtete Menke seine Frage an Kraschewski.

„Wir wollen eben keine ‚Notlösung‘“, konterte dieser. Zudem sprächen die politischen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingen dagegen: Die Außenflächen reichen nicht für eine gleichzeitige Nutzung durch Kita und Schule, auch der Brandschutz ist den Anforderungen der Kita nicht gewachsen. Ein Umbau wäre teuer, so Kraschewski. „Dann wollen wir lieber gleich neu bauen.“

Auch im Hinblick auf möglicherweise wieder steigende Grundschülerzahlen wolle man den Platz nicht vorschnell wieder belegen.

„Die Landesschulbehörde hat uns klar zu verstehen gegeben, dass eine Grundschule und Kita unter einem Dach nicht geht“, erläuterte Humke. „Sie haben da Ermessensspielraum.“

Schulleiter Carl Gundlach stellte schon in den vergangenen Wochen zu den Diskussionen um die freien Schulräume klar, dass „nicht wirklich Räume ungenutzt sind“. Es gebe zwar derzeit keine Raumnot, aber die Schülerzahlen steigen wieder und dann müsse man unter Umständen erneut nach Lösungen suchen.




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