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Erste Vorarbeiten für Umbau des Familienzentrums beginnen / Umfangreiche Brandschutzmaßnahmen nötig

„Das ist eine Herausforderung“

Im Familienzentrum in Rolfshagen stehen Umbaumaßnahmen an. Da auch der Brandschutz beachtet werden muss, wird noch auf entsprechende Genehmigungen gewartet. Die Vorbereitungsarbeiten laufen aber schon auf Hochtouren.

veröffentlicht am 21.03.2019 um 15:10 Uhr
aktualisiert am 21.03.2019 um 16:10 Uhr

Bauhofmitarbeiter haben im Obergeschoss des Familienzentrums mit Vorarbeiten begonnen. Wo früher der Spielmannszug geprobt hat, sollen schon bald Kindergartenkinder spielen können. Mit Trockenbauwänden wurde der WC-Bereich abgegrenzt. Fotos: leo
Leonhard Behmann

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ROLFSHAGEN. Das Familienzentrum (FamZ) wird umgebaut – dadurch soll mehr Platz geschaffen werden. Der bisherige Raum des Spielmannszuges des TuSG Rolfshagen und ein kleiner Nebenraum im Obergeschoss sollen in das Gesamtkonzept des Zentrums integriert werden. Dafür sind diverse Um- und Abrissarbeiten nötig. Der neu geschaffene Platz soll von einer Kindergartengruppe genutzt werden. Zudem wird das Büro der Leiterin des FamZ, Beate Schürmann, neben den Eingang verlegt und eine Mensa eingerichtet.

Durch den Umbau werden auch umfangreiche Brandschutzmaßnahmen nötig. So muss eine Brandmeldeanlage installiert werden. Das sei nötig, weil sich nach dem Umbau nicht nur – wie derzeit – Personen im Erdgeschoss aufhalten, sondern auch Kinder im Obergeschoss betreut werden.

„Brennt es oben, müssen die Leute, die sich unten aufhalten, auch gewarnt werden und das Gebäude schnellstmöglich verlassen können“, sagt Serdar Akgün von der Bauabteilung der Gemeinde Auetal. Der Technische Mitarbeiter bereitet derzeit das Brandschutzkonzept und den Bauantrag vor. Noch sei nichts vom Landkreis genehmigt worden.

Serdar Akgün von der Bauabteilung der Gemeinde zeigt der Leiterin des FamZ, Beate Schürmann, die Baufortschritte.

Im Erdgeschoss müssten seinen Plänen zufolge auch Brandschutztüren eingesetzt werden. Sie sollen im Falle eines Feuers verhindern, dass sich giftiger Brandrauch im gesamten Gebäude verteilt, zudem halten sie längere Zeit Flammen stand. Das Feuer kann sich also nicht so leicht ausbreiten.

Auch wenn der Bauantrag noch nicht fertig ist, wird bereits im Familienzentrum gearbeitet. Mitarbeiter des Bauhofes sind derzeit mit Vorarbeiten beschäftigt.

„Wir wollen keine Zeit verlieren und sofort loslegen können, wenn der Bauantrag genehmigt ist“, sagt Akgün. Das Kreisbauordnungsamt und der zuständige Brandschutzbeauftragte hätten zugestimmt, dass die Vorarbeiten beginnen dürfen.

Die Mitarbeiter des Bauhofes haben bereits die Lärmschutzplatten und Teppiche, die an den Wänden in den Räumen des Spielmannzuges angebracht worden waren, abgerissen.

„Jetzt müssen an diesen Stellen erst einmal die Wände gespachtelt werden, bevor die Maler anrücken können“, sagt Akgün.

In dem ehemaligen Raum des TuSG Rolfshagen soll ein Gruppenraum für eine Kindergartenkindergruppe entstehen.

„Im Erdgeschoss werden nach dem Umbau die Krippengruppen und im Souterrain der Hort untergebracht sein“, erzählt Schürmann. In einem Nebenraum soll ein neuer Sanitärbereich entstehen. Hier sollen Waschbecken und Toiletten installiert werden. Dafür muss der Bereich vom Gruppenraum abgetrennt werden. Die Mitarbeiter des Bauhofes haben deswegen Trockenbauwände aufgebaut. Damit wird der WC-Bereich abgetrennt. Die Wände stehen bereits, der Rest folgt später. Derzeit werden neben den Spachtelarbeiten auch neue Elektrokabel in den Räumen verlegt.

Im Flur soll eine Wand abgerissen werden, das würde nicht nur für mehr Platz sorgen, sondern sei auch aus Brandschutzgründen von Vorteil, heißt es. Die Decken sollen zudem abgehängt werden, was zugleich Schallschutz bedeutet. Diese Arbeiten sollen jedoch erst dann erfolgen, wenn der Bauantrag genehmigt worden ist. Auch die Vinylplatten, die als Bodenbelag in dem Gruppenraum verlegt werden sollen, kommen erst dann auf den Boden.

Wann mit diesen Baumaßnahmen begonnen werden kann, steht noch nicht fest.

„Wir hoffen, dass die Arbeiten zum Großteil in dem Teil der Sommerferien, wo wir geschlossen haben, stattfinden können“, sagt Schürmann. Alles könne aber wohl nicht in dieser Zeit erledigt werden.

„Bauarbeiten im Kindergarten sind immer eine Herausforderung“, meint Akgün. Schließlich würde der Betreib im Kindergarten während der Bauarbeiten normal weiterlaufen. „Da gibt es viele Vorschriften und einiges muss bedacht werden, damit alles klappt“, sagt der Technische Mitarbeiter der Bauabteilung.

Schürmann macht sich derweil Gedanken, wie man die Baustelle möglichst meiden kann. „Wenn es Sommer ist, dann kann man sich viel draußen aufhalten“, sagt die Leiterin des FamZ. Denn auch im Erdgeschoss sind Umbauarbeiten geplant. Neben den Brandschutztüren soll im ersten Gruppenraum die Wand zur Küche entfernt werden. Durch eine neue Wand wird dann das Büro der FamZ-Leiterin abgetrennt. Aus dem jetzigen Büro wird ein Ruheraum für die Krippenkinder. Der Essensraum wird zudem vergrößert und zur Mensa.




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