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700 Stunden ehrenamtliches Engagement

DLRG Corona-Testzentrum stellt Betrieb nach über 2000 Tests ein

ROLFSHAGEN. Das war’s dann: Das Corona-Testzentrum der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsverein Rolfshagen, ist Geschichte. Die Einrichtung am Horstsiek hat ihren Betrieb beendet – nachdem die Ehrenamtlichen in 700 Helferstunden mehr als 2000 Corona-Schnelltests durchgeführt hatten.

veröffentlicht am 30.09.2021 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 30.09.2021 um 15:40 Uhr

Begonnen hatte alles am 9. April 2020. „Damals öffneten wir nach mehr als 150 Stunden Vorbereitung unser Testzentrum in Rolfshagen“, erinnert Matthias Olthoff. Der Pressesprecher des DLRG-Ortsvereins: „Zu dieser Zeit war die Beschaffung von Schnelltests noch aufwändig und teuer. Mit der Rehrener Apotheke als unserem Partner konnten wir jedoch schnell reagieren und wurden immer rechtzeitig mit Tests versorgt.“ Als erstes Testzentrum in Schaumburg öffnete die DLRG Ende April auch sonntags ihre Pforten für Testwillige, was damals ein Novum war.

Laut Olthoff wurde die Spitze des Testaufkommens Mitte Mai erreicht, als teilweise 100 Corona-Schnelltests Tests pro Schicht von den Ehrenamtlichen dokumentiert, abgestrichen und übermittelt wurden. „Unser Team bestand aus 20 Helfern, welche sich in den jeweiligen Schichten auf Anmeldung, Testung und Dokumentation aufteilten“, so der Pressesprecher. Die Helfer hätten mehr als 700 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet, um das Testzentrum an 80 Tagen betreiben zu können. Versteht sich, dass der Testbereich dabei stets mit geschulten Sanitäterinnen und Sanitätern besetzt gewesen ist.

„Unser Buchungssystem nutzten mehr als 80 Prozent aller Probanden, um sich einen Termin zu sichern“, bilanziert Olthoff. Dabei hätten sich mit 70 Prozent der überwiegende Anteil der Getesteten für eine Ergebnisübermittlung per QR-Code und somit ohne Wartezeit vor Ort entschieden. Viele Personen hätten die DLRG-Einrichtung am Horstsiek sogar gleich mehrfach besucht, „teilweise bis zu 22 Mal“, wie der Pressesprecher errechnet hat. In über 200 Telefongesprächen hätten die Ehrenamtlichen Anruferinnen und Anrufern Rede und Antwort gestanden, Termine vereinbart und Absagen entgegengenommen. Insgesamt seien bis heute 2200 Tests an 800 Probanden abgestrichen und dokumentiert wurden. Dabei – auch das gehört zur Statistik – seien 6600 Seiten Papier bedruckt und sage und schreibe sieben Ordner mit der vorgeschriebenen Dokumentation gefüllt worden. Anders als in vielen anderen Testzentren fließen die erzielten Einnahmen zu 100 Prozent in gemeinnützige Ziele im Verein. Alle Helferinnen und Helfer waren unentgeltlich im Einsatz.

Olthoff abschließend: „Hinter uns liegt zwar ein halbes Jahr voller Verordnungen und Tests. Dennoch blicken wir mit viel Spaß, Freude und Wissen zurück – und sind dabei stolz auf unser Team!“ tw




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