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Vorsitzender Jan-Hendrik Reese: „An den Blick auf das überzogene Konto gewöhnt man sich.“

DLRG, ein Verein mit Wohlfühlcharakter

Spannende Berichte von engagierten Vorstandsmitgliedern, viel Lob für gutes Miteinander, harmonische Wahlen – nur der Blick aufs Konto mit dickem Minus lässt einmal kurz aufzucken; aber nur kurz, denn auch dafür gibt es eine plausible Erklärung. Bei der DLRG Rolfshagen läuft alles rund.

veröffentlicht am 06.03.2019 um 15:45 Uhr
aktualisiert am 06.03.2019 um 17:50 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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ROLFSHAGEN. „Wenn man per Online-Banking das DLRG-Konto öffnet und ein Minus von 96 000 Euro sieht, dann ist das schon gewöhnungsbedürftig. Aber an den Blick auf das überzogene Konto gewöhnt man sich tatsächlich“, stellte Jan-Hendrik Reeese, Vorsitzender der DLRG Rolfshagen, während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum Kühlen Grund“ fest.

Schließlich wisse man, dass das Minus demnächst verschwindet, wenn die Fördergelder für den Neubau der Jugendausbildungs- und Begegnungsstätte ausgezahlt werden.

„Da hat sich einiges verschoben, aber wir haben alle Rechnungen, ebenso wie die weiteren Planungen, eingereicht. Deshalb mache ich mir keine großen Sorgen und der Dispokredit, den uns die Sparkasse eingeräumt hat, ist wirklich günstig“, so Reese.

Jan-Hendrik Reese (v. re.) zeichnet die langjährigen Mitglieder Gerhard Tadge, Dirk Ackmann, Renate Anderten und seinen Vater, Joachim Reese, mit Ehrennadeln der DLRG aus. Fotos: la

Der Vorsitzende blickte auf die Einweihung des Neubaus und die 60-Jahr-Feier zurück. Auch die zahlreichen weiteren Aktivitäten der Ortsgruppe wurden besprochen.

Dirk Ackmann, Leiter Ausbildung, lobte die Bürgermeister aus dem Auetal und aus Rinteln, Heinz Kraschewski und Thomas Priemer, die sich für den Erhalt der Bäder einsetzen. Nur so sei es möglich, Kindern das Schwimmen beizubringen. Insgesamt 95 Schwimm- und Rettungsabzeichen hat die DLRG Rolfshagen 2018 abgenommen, vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmabzeichen in Gold.

Bei den Wachdiensten am Doktorsee, über die Markus Held informierte, wurden 2695 Stunden geleistet.

„Es wären noch wesentlich mehr geworden, hätte der Doktorsee nicht Mitte August wegen Blaualgen schließen müssen“, so Held.

Die Einsatzzahlen am Doktorsee seien angestiegen, und zwar von 105 in 2017 auf 112 im vergangenen Jahr. Vor allem der Rettungsdienst der DLRG sei mehr gefordert gewesen. „Aber dafür sind wir ja ausgebildet, und zwar richtig gut“, so Held.

Das zeigten auch die weiteren Berichte der Vorstandsmitglieder. Immer wieder wurden junge Leute herausgestellt, die eine Aus- oder Fortbildung erfolgreich abgeschlossen hatten.

Ackmann bedankte sich schließlich bei den zahlreichen Helfern bei der Schwimmausbildung und schenkte ihnen DLRG-Handtücher. Markus Held ehrte die fleißigsten Wachgänger, Justus Hasse (230,5 Std.), Manon Lehmann (152,5 Std.) und Kilian Kastning (136 Std.).

Eine lange Zeit der Versammlung nahmen die anstehenden Vorstandswahlen in Anspruch – obwohl alle Ämter schon im Vorfeld geklärt waren. Marcus Neitzert vom Bezirksverband Weserbergland zog als Wahlleiter alle Register einer möglichen Verlängerung, was bei vielen der knapp 50 Anwesenden etwas Unmut aufkommen ließ.

Einstimmig gewählt wurde der Rolfshäger Vorstand selbstverständlich trotzdem: Jan-Hendrik Reese (Vorsitzender), Joachim Reese (2. Vorsitzender), Sarah Bohne (Schatzmeisterin), Yvonne Devriel (stellvertretende Schatzmeisterin), Manon Lehmann (Leiterin Ausbildung), Dirk Ackmann (stellvertretender Leiter Ausbildung), Markus Held (Leiter Einsatz), Sarah Mischer (stellvertretende Leiterin Einsatz), Dr. Marc Lehmann (Arzt), Matthias Olthoff (Leiter Verbandskommunikation), Alexander Ehlers (stellvertretender Leiter Verbandskommunikation). Als Beisitzer wurden Kim Kossak, Marcel Thielke und Corina Weiß in den Vorstand gewählt.

Geehrt wurden: Renate Anderten, Gerhard Tadge und Joachim Reese für 50 Jahre Mitgliedschaft, Dirk Ackmann für 40 Jahre Treue zur DLRG und Lasse Bischof, Larissa Bohne und Lisa Clausing für zehn Jahre.

Ortsvorsteher und Bürgermeistervertreter Rüdiger Teich lobte die gute Arbeit der DLRG, auch in der Dorfgemeinschaft: „Die DLRG ist ein Verein mit Wohlfühlcharakter. Sehr gut und breit aufgestellt, mit einem breiten, attraktiven Angebot und für junge Menschen interessant.“




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