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Noch fehlt das Konzept der Ortsfeuerwehr Hattendorf zu Umbauplänen

Eigenleistung entscheidet

REHREN. Eine seit zwei Jahren geplante Investition im Feuerwehrwesen hat am Donnerstagabend in der Alten Molkerei in Rehren nicht auf der Tagesordnung des Feuerschutzausschusses gestanden: der Umbau der Feuerwehrgarage in Hattendorf. Über den aktuellen Stand der Dinge informierte Bürgermeister Heinz Kraschewski zu Beginn der Sitzung.

veröffentlicht am 21.12.2018 um 16:32 Uhr

Auf der Investitionsliste:„Systemtrenner“ verhindern, dass Löschwasser ins Trinkwassernetz läuft. Foto: wk
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Hans Weimann Reporter
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REHREN. Die entscheidende Frage sei nach wie vor: Wie viel Eigenleistung kann die Ortsfeuerwehr selbst einbringen? Denn die kommunalen Mittel für einen Neubau seien bislang auf 130 000 Euro begrenzt. Für Juli war dazu eine Stellungnahme der Feuerwehr angekündigt, diese liegt aber noch nicht vor.

Stehe das Konzept für eine Eigenleistung der Feuerwehr, entscheide sich, was umgesetzt werden könne und was nicht. Kraschewski betonte, mit einer „Unterschriftenliste“ möglicher Helfer sei es nicht getan. Das müssten schon konkrete Angaben über die auszuführenden Arbeiten sein.

Der Verwaltungschef erinnerte daran, dass zunächst ja nur ein schlauchartiger Anbau entlang des vorhandenen Gebäudes vorgesehen gewesen sei, um die Situation der Umkleide zu verbessern. Bisher müssen sich Feuerwehrleute neben den Fahrzeugen umziehen. Kostenrahmen für die „kleine Lösung“: rund 35 000 Euro. Dann sei in den Gremien vorgeschlagen worden, auch die Unterbringung der Fahrzeuge zu optimieren, so Kraschewski. Als neue Ansätze seien deshalb 50 000 Euro im Haushalt 2018 für den Umkleidetrakt und weitere 80 000 Euro im Haushalt 2021 für eine Fahrzeughalle aufgenommen worden. Die Ortsfeuerwehr habe dann vorgeschlagen: Umkleiden in der jetzigen Fahrzeughalle – und für die beiden Einsatzfahrzeuge und den Mannschaftstransportwagen, der derzeit in einer privaten Garage steht, ein Neubau einer neuen Fahrzeughalle.

Für die Verwaltung erläuterte Olaf Humke den Feuerwehretat des kommenden Jahres. 16 000 Euro sind vorgesehen für die Entschlammung des Feuerlöschteiches in Rehren. Dieser dient als Löschwasserreserve für das Gewerbegebiet. Man habe bereits Angebote für die Arbeiten eingeholt, schilderte Humke.

Im Feuerwehrgerätehaus in Rolfshagen braucht die Heizung einen neuen Brenner. Haushaltsansatz hier: 10 000 Euro. Im Feuerwehrgerätehaus Bernsen soll die Toilette im Schulungsraum saniert werden.

20 000 Euro sind für sogenannte „Systemtrenner“ eingeplant. Diese Ansatzstücke zwischen Schläuchen und Hydranten sollen verhindern, dass Löschwasser aus Schläuchen oder einer Pumpe zurück in das öffentliche Trinkwassernetz fließt.

Grundsätzlich müssen Feuerwehrleute beim Anzapfen von Hydranten eine feste Reihenfolge der einzelnen Handgriffe einhalten, um eine Verunreinigung des Trinkwassers zu vermeiden. Ein Restrisiko allerdings bleibt, das nun „Systemtrenner“ eliminieren sollen. Der Landkreis Schaumburg wolle im kommenden Jahr diese Ausrüstungsgegenstände für alle Feuerwehren ausschreiben, schilderte Humke, um günstige Preise zu erzielen. Weitere 15 000 Euro seien für die Erneuerung und die Reparatur von Hydranten vorgesehen.

Insgesamt steige der Zuschussbedarf für die Feuerwehren um elf Prozent, Ursachen seien die Kostensteigerungen in der Bauunterhaltung und bei der geplanten Entschlammung des Löschteiches in Rehren.

Weitere Investitionen stehen in den nächsten Jahren an, so Humke: Bereits im Januar dieses Jahres habe Gemeindebrandmeister Michael Möller ein Konzept für die Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge vorgestellt. Das summiert sich in den nächsten acht Jahren auf rund 1,1 Millionen Euro.

Zwei Einsatzschwerpunkte seien es im Auetal, die bei einer Fahrzeugbeschaffung berücksichtigt werden müssten: Vegetationsbrände und die Einsätze auf der Autobahn, für die Fahrzeuge speziell ausgerüstet sein müssen. Bereits in den Investitionsplan 2021 aufgenommen worden seien: ein neues Fahrzeug für die Ortsfeuerwehr Escher und ein Fahrzeug für die Stützpunktwehr Rolfshagen.




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