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Kita-Preis-Nominierung lockt CDU-Bundestagsabgeordneten Beermann ins Auetal

Engagement beeindruckt

Mit der Vielfalt, dem großen Engagement der Mitarbeiter und dem Projekt „Qualität im Dialog“ hat die Leiterin des Familienzentrums Rolfshagen den Bundestagsabgeordneten Maik Beermann beeindruckt. Er informierte sich vor Ort über eine der 28 Einrichtungen, die an dem für den Deutschen Kita-Preis nominierten Qualitätsprojekt mitarbeiten.

veröffentlicht am 02.11.2018 um 15:42 Uhr
aktualisiert am 02.11.2018 um 16:30 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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ROLFSHAGEN. Gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Kraschewski und dem Auetaler CDU-Vorsitzenden Thorsten Niedert ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann kürzlich zu Gast im Familienzentrum (FamZ) in Rolfshagen gewesen. Dort wollte er sich über die Arbeit und das Projekt „Qualität im Dialog“ informieren, das für den Deutschen Kita-Preis nominiert ist (wir berichteten).

„Wir sind stolz, in unserer kleinen Kommune ein Familienzentrum zu haben“, stellte FamZ-Leiterin Beate Schürmann zum Beginn des Gespräches fest. Hier könnten mit frühen Schritten Kinder, Eltern, ältere Menschen – eben alle Auetaler – eingebunden werden.

Beermann staunte über die zahlreichen Projekte, die in der Einrichtung angeboten werden und über das große Engagement des Mitarbeiter-Teams. Überrascht zeigte er sich, dass das FamZ mit den Räumlichkeiten der alten Schule zurechtkommt.

Schürmann erklärte den Charme des Gebäudes: „Die Räume sind einfach größer und das Gebäude kann Schritt für Schritt mit dem größer werdenden Anspruch mitwachsen, gerade weil Verwaltung und Politik sich hier sehr gut mit einbringen“, so Schürmann.

Krippen-, Kindergarten- und Hortgruppen und das Familienzentrum unter einem Dach, und Betreuungszeiten von 7 bis 17 Uhr, das sieht auch der Bundestagsabgeordnete nicht täglich.

„Wir haben hier im ländlichen Bereich die gleichen Bedarfe wie in städtischen Kitas und fast sogar noch mehr, vor allem, was die Betreuungszeiten angeht“, sagte Kraschewski. Schließlich seien die Wege zu ihren Arbeitsplätzen für viele Auetaler weiter als für Städter.

Beermann wollte wissen, wie es zur Bewerbung zum Kita-Preis kam und sprach darüber mit dem Koordinator des Projekts, Ingmar Everding, der im ständigen Dialog mit den Trägern, Kita-Leitungen, Eltern und den pädagogischen Fachkräften steht, um im stetigen Austausch die Qualität der frühkindlichen Bildung und derer Einrichtungen weiterzuentwickeln und zu verbessern.

„Viel geschmunzelt hat man schon, sogar meine Frau hat mich belächelt, warum wir uns mit der Bewerbung so viel Arbeit machten, denn so richtig geglaubt hat keiner daran, nominiert zu werden, denn das, was wir machen, das machen doch sehr viele andere auch, dachte ich“, antwortete Everding.

„Aber egal, ob der Preis gewonnen wird, die Nominierung zeigt allen Beteiligten, dass man sich auf einem guten und vor allem richtigen Weg befindet“, meinte Beermann. Man habe kein festes Ziel, sondern der Prozess der ständigen Verbesserung sei das Ziel. „Aber wie in vielen anderen Bereichen erschwert der Fachkräftemangel die Arbeit in Kitas, was auch das Gute-Kita-Gesetz, das die Bundesregierung zurzeit auf den Weg bringt, nicht auffangen kann“, so Beermann, der eine duale Ausbildung im Erzieherbereich ansprach, was auf Zustimmung stieß.

„Kitas, die ausbilden, müssten dann aber auch mehr Verfügungszeiten bekommen. Denn der Dialog und die Reflexion in der Ausbildung sind wichtig, damit wir Menschen bekommen, die für ihren Job brennen“, so Schürmann.

Ein wenig Angst spielt beim Gute-Kita-Gesetz auch mit, denn wenn man schon so viel Qualität vorweisen kann, wie die 28 Bündnispartner von „Qualität im Dialog“ es tun, dann könnte man Fördergelder nicht bekommen, weil man schon viele Schritte weiter ist.

„Bei den Anhörungen sind die wirklich Betroffenen nicht da, daher werde ich die Infos und Einblicke, die sie mir hier vor Ort aus der Praxis geben, bei der Anhörung zum Gute-Kita-Gesetz mit einbringen“, bedankte sich Beermann bei den Gesprächspartnern.

Sowohl Schürmann, Everding als auch Beermann sind sich einig darüber, dass eine Beitragsfreiheit kein Qualitätsstandard sei und am besten nicht Inhalt des Gute-Kita-Gesetzes sein sollte. Kraschewski merkte dazu an: „Wir müssen aufpassen, dass uns Kommunen die Kita-Gebührenfreiheit nicht erdrückt.“




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