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Politik vertagt endgültige Entscheidung über Wärme aus Biogasanlage / Verwaltung prüft alternative Konzepte

Freibad sorgt weiter für Diskussion

ROLFSHAGEN. Wird das Freibad in Rolfshagen in Zukunft mit Wärme aus einer Biogas-Anlage versorgt? Die Antwort auf diese Frage hat die Politik vertagt. Die Politiker im Verwaltungsausschuss wollten in der jüngsten Sitzung noch keine Entscheidung treffen.

veröffentlicht am 08.05.2019 um 18:25 Uhr

Schwimmmeisterin Andrea Jagata kontrolliert die sanierungsbedürftige Absorberanlage. Foto: leo
Leonhard Behmann

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Derzeit wird das Schwimmbecken des Sonnentalbades über eine sogenannte Absorber-Anlage aufgewärmt. Der Nachteil: Die Solaranlage läuft nur bei gutem Wetter. „Wenn die Sonne nicht scheint, bleibt das Wasser kalt“, sagt Bürgermeister Heinz Kraschewski.

Angesichts der sanierungsbedürftigen Absorber-Anlage – für neue Absorbermatten wurden im Haushalt 45 000 Euro eingeplant – diskutieren die Politiker im Auetal derzeit über die Möglichkeit, Wärme über die Biogasanlage von Heinrich-Jürgen Ebeling zu beziehen. Im vergangenen Jahr war das Projekt geplatzt, da die Stadtwerke Weserbergland abgesprungen waren.

Die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Rat hatten sich auf Anfrage dieser Zeitung ausdrücklich für die Wärme aus der Biogasanlage ausgesprochen. Trotzdem gab es im Verwaltungsausschuss keine Einigung. „Zwar finden alle im Rat vertretenen Fraktionen eine verlässliche Wärmeversorgung durch eine Biogasanlage interessant“, erklärt Kraschewski. Nach wie vor würde aber der Preis für Diskussionen sorgen.

Die Wärme aus der Biogasanlage sei teurer als jene der Absorberanlage. „Rund 4000 Euro Mehrkosten würden pro Jahr anfallen“, erklärt Anke Schmidt von den Grünen. „Im Verwaltungsausschuss wurde von Politikern die Möglichkeit anderer Wärmekonzepte ins Spiel gebracht“, erklärt Kraschewski. Möglich sei es auch, ein Blockheizkraftwerk mit Strom oder Erdgas zu betreiben – anstatt mit Biogas.

„Die Verwaltung versucht jetzt herauszufinden, ob ein alternatives Wärmekonzept günstiger ist“, kündigt der Bürgermeister an. Man stehe zudem weiter in Verhandlungen mit dem Betreiber der Biogasanlage, heißt es.

Kiosk bleibt verpachtet

Verwaltung und Politik haben die Verlängerung des Pachtvertrages für den Kiosk des Freibades Sonnental in Rolfshagen beschlossen. „Der Kiosk ist zunächst für weitere fünf Jahre an die Betreiberin Gabriele Zeh verpachtet worden“, sagt Heinz Kraschewski. Sie habe ihren Job in den vergangenen zwei Jahren sehr gut gemacht, lobt der Bürgermeister.

Die Gemeinde sei sehr froh, jemand Zuverlässiges gefunden zu haben. „Das ist nicht einfach. Wir mussten lange suchen“, so Kraschewski. Schließlich sei der Verdienst gering, das Risiko, dass es einen verregneten Sommer mit wenig Einnahmen gibt, allerdings hoch. Über den fünfjährigen Pachtvertrag sei auch die Gemeinde sehr froh. „Dann müssen wir nicht jedes Jahr zittern, ob wir im nächsten Jahr noch einen Kiosk haben oder nicht“, so der Bürgermeister. „Schwimmbad macht ohne Kiosk mit Eis und Pommes nur halb so viel Spaß.“




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