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15 zusätzliche Ganztagsplätze im Familienzentrum

Freibadeintritt wird teurer

Der Freibad-Eintritt wird moderat angehoben, für Kinder und Jugendliche geringer als für Erwachsene. Das Badevergnügen 2019 wird dadurch sicher nicht getrübt. Im Familienzentrum in Rolfshagen werden 15 zusätzliche Ganztagsplätze für Kita-Kinder geschaffen. Eine Investition in ein familienfreundliches Auetal.

veröffentlicht am 31.01.2019 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 31.01.2019 um 16:20 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Wenn Mitte Mai das Sonnentalbad in Rolfshagen in die nächste Saison startet, müssen die Wasserratten etwas mehr Geld in die Hand nehmen, um das Freibadvergnügen zu genießen. Die Gebühren wurden erhöht.

„Wenn man sich die Eintrittspreise vergleichbarer Bäder in der nahen Umgebung anschaut und das gerade erst noch weiter verbesserte Angebot des Sonnentalbades dagegensetzt, dann müssen wir uns nicht verstecken. Wir haben in Rolfshagen ein tolles Freibad mit neuem Planschbecken, WLAN und vielem mehr. Es ist ein Freizeittreff für jedes Alter“, stelle Anke Schmidt (Grüne) jetzt während der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses fest. Eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise sei notwendig. „Wir wollen hier ja keine Obernkirchener Verhältnisse“, so Schmidt.

Das sahen auch die anderen Politiker so. „Wir tun viel, haben investiert, da müssen wir auch die Preise anpassen. Ein Zuschussgeschäft wird ein Bad immer sein“, sagte Thorsten Niedert (CDU). „Wir haben ein schönes Bad und fallen mit den Eintrittspreisen nicht aus dem Rahmen. Die Erhöhung ist gerechtfertigt“, meinte Alexander Schmidt (WGA).

Auch die SPD-Fraktion stand hinter der Gebührenerhöhung. „Wir wollen Familien ins Auetal ziehen und dafür brauchen wir das Freibad. Ein Zuschussgeschäft ist es immer, aber etwas mehr können wir durch die neuen Eintrittspreise ruhig einnehmen“, sagte Axel Arndt (SPD).

Die vorgeschlagene Gebührenerhöhung liegt bei durchschnittlich 18 Prozent. Allerdings zahlen Kinder und Jugendliche weniger mehr als Erwachsene.

Hier die neuen Eintrittspreise, die ab der Saison 2019 gültig sind, mit den bisherigen Preisen in den Klammern: Einzelkarte Kinder/Jugend 1,50 Euro (1,30 Euro), Erwachsene 3 Euro (2,50 Euro), Früh- und Spättarif für Erwachsene 1,70 Euro (1,50 Euro), Zehnerkarten Kinder/Jugend 12 Euro (10 Euro), Zehnerkarte Erwachsene 27 Euro (22 Euro), Saisonkarte Kinder/Jugendliche 30 Euro (26 Euro), Saisonkarte Erwachsene 60 Euro (50 Euro) und Saisonkarte Familien 95 Euro (80 Euro).

Ebenfalls einstimmig haben die Ausschussmitglieder die Einrichtung von 15 Ganztagsplätzen im Familienzentrum (FamZ) Rolfshagen beschlossen.

Bislang gibt es im FamZ 35 Ganztagsplätze. Bereits im November hat die Leiterin, Beate Schürmann, der Verwaltung mitgeteilt, dass die Nachfrage nach Ganztagsplätzen gestiegen sei und weiter steige. Dies sei darin begründet, dass immer mehr Eltern einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen oder mit wechselnden Arbeitszeiten beschäftigt sind. Durch die Aktion „Jung kauft Alt“ seien mehr Familien ins Auetal gezogen. Ein Hauskauf bedeute aber immer auch Kosten – und so seien immer mehr Eltern gezwungen, Vollzeit zu arbeiten.

Die Kosten für die zusätzlichen Ganztagsplätze sind nicht unerheblich. Nach Abzug von Finanzhilfen und Elternbeiträgen müssen für die zusätzlichen Personalkosten von Februar bis Dezember 2019 im Haushalt 7 330 Euro eingeplant werden.

„Die Großfamilien, die sich gegenseitig unterstützen, gibt es nicht mehr. Wir sind ein familienfreundliches Auetal und wollen berufstätige Eltern unterstützen. Deshalb müssen wir mehr Ganztagsplätze schaffen“, stellte Anke Schmidt (Grüne) fest. „Wir sehen nur Vorteile und können mit mehr Ganztagsplätzen ein harmonisches Leben fördern“, sagte Axel Arndt (SPD).

„Eltern, die ein Haus kaufen oder bauen, brauchen unsere Unterstützung“, sagte Alexander Schmidt (WGA) und auch die CDU-Fraktion unterstützte die Einrichtung der zusätzlichen Ganztagsplätze. „Jung kauft Alt ist ein CDU-Projekt und schon deshalb lassen wir jetzt die Eltern nicht im Regen stehen“, sagte Jörn Lohmann.

Die zusätzlichen Ganztagsplätze für Kinder über drei Jahren sollen bereits ab dem 1. Februar angeboten werden. Allerdings muss zunächst noch der Verwaltungsausschuss am 31. Januar zustimmen – wovon auszugehen ist.

„Wir haben selbstverständlich entsprechende Vorbereitungen getroffen und können daher die Plätze auch wirklich schon ab dem 6. Februar anbieten“, sagte Beate Schürmann.

Freitag, der 1. Februar, sei wirklich etwas zu kurzfristig für die Einrichtung der Ganztagsplätze und am Montag und Dienstag ist die Einrichtung geschlossen. Ab Mittwoch, 6. Februar, werden dann 43 Ganztagsplätze belegt sein und ab 1. März sogar 44 der dann 50 mögliche Plätze.




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