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Was ist machbar am Marktplatz? / Investor aus Essen hat „fantastische“ Vorstellungen

Frischfleisch, Fisch, Gemüse, Café

Noch immer gibt es nichts Neues in Sachen „ehemaliger Markant-Markt“ in Rehren. Bürgermeister Heinz Kraschewski hat von seiner Reise nach Essen zum Immobilienbesitzer zwar Ideen mitgebracht, aber wohl keine, die sich umsetzen lässt.

veröffentlicht am 15.04.2019 um 14:00 Uhr
aktualisiert am 15.04.2019 um 17:30 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Es ist gut zwei Jahre her, da wurde wieder einmal über eine mögliche Nachnutzung des ehemaligen Markant-Marktes am Marktplatz in Rehren diskutiert. Bislang sind alle Ideen an dem Besitzer der Immobilie gescheitert. Er verlangte zu hohe Mieten oder Kaufsummen. Doch der Leerstand, der die Entwicklung des Marktplatzes blockiert, brennt den Rehrener immer mehr auf der Seele.

Kürzlich hat sich Bürgermeister Heinz Kraschewski auf den Weg nach Essen gemacht, um mit dem Immobilienbesitzer Teodot Kupcevsky über die Zukunft des mehr und mehr dem Verfall preisgegebenen Gebäudes zu sprechen.

Entscheidend weitergekommen ist der Bürgermeister jedoch nicht: „An attraktiven Plänen mangelt es zwar nicht. Aber eine Sanierung ausschließlich über Zuschüsse der öffentlichen Hand ohne finanzielle Beteiligung des Eigentümers dürfte schwer darstellbar sein.“

Kupcevsky habe die Idee, in dem 940 Quadratmeter großen Ladengeschäft eine Markthalle zu etablieren, eine Idee, die bereits Anfang 2017 diskutiert wurde. Frischfleisch, Fisch, Gemüse, vielleicht ein Café – alles nicht täglich geöffnet, sondern eventuell zwei Tage pro Woche.

Seit Jahren steht das Gebäude leer, wird immer unansehnlicher und sanierungsbedürftiger. Derzeit sind dort Fitnessgeräte eines Bückeburger Unternehmens untergestellt. Das Ladengeschäft in bevorzugter Lage wird also lediglich als Lagerhalle genutzt.

Doch lohnt sich eine Markthalle? Rund um das Gebäude gibt es bereits einen Bäcker, einen Fleischer, das Blumengeschäft, Zeitschriften, Tabakwaren und eine Postfiliale.

„Die Berater des Eigentümers wollten mehr zur Infrastruktur rund um den Marktplatz wissen und ich denke, das Ergebnis wird sein, dass sich eine Markthalle in der angedachten Form dort aufgrund mangelnder Kaufkraft nicht lohnt“, so der Bürgermeister.

Einen möglichen Verkauf der Immobilie sieht Kraschewski nicht. Das Gebäude soll noch immer mehr als 300 000 Euro kosten.

„Dafür hat man nur eine mehr oder minder abbruchreife Immobilie. Es kommen Kosten für die Sanierung und den Brandschutz auf den Käufer zu. Das kann sich die Gemeinde nicht leisten und ich denke nicht, dass der Eigentümer zu diesem Preis einen Käufer findet“, mutmaßt Kraschewski.

So wird der ehemalige Markant-Markt wohl noch länger als Lager für Fitnessgeräte genutzt und ein unschöner Fleck am Rehrener Marktplatz bleiben.




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