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Alter Tragkraftspritze droht der Totalausfall

Gemeinde will in Feuerwehrfahrzeug für Escher investieren

ESCHER. Lieber einmal mehr rausfahren, wenn man am Ende auch gar nicht wirklich gebraucht wird. Von dieser Art Einsätze der Kategorie „die Betroffenen haben Glück gehabt“ hat die Ortsfeuerwehr Escher im vergangenen Jahr etliche im Dienstbuch verzeichnet.

veröffentlicht am 13.02.2019 um 16:16 Uhr
aktualisiert am 13.02.2019 um 19:40 Uhr

Alfred Rodewald und Heinrich Hothan (von links) gehören seit 60 Jahren zur Ortsfeuerwehr Escher, Helmut Schwerdt seit 50 Jahren. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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ESCHER. Lieber einmal mehr rausfahren, wenn man am Ende auch gar nicht wirklich gebraucht wird. Von dieser Art Einsätze der Kategorie „Die Betroffenen haben Glück gehabt“ hat die Ortsfeuerwehr Escher im vergangenen Jahr etliche im Dienstbuch verzeichnet. Mindestens viermal kam das kleine Wörtchen Glück mit der großen Bedeutung für die Feuerwehr und die Beinahe-Geschädigten im Bericht von Eschers Ortsbrandmeister Jürgen Tegtmeier zur Hauptversammlung vor.

„Mehrere eingeklemmte Personen“ nach einem Unfall auf der A 2 lautete eine Alarmierung im April. „Es stellte sich jedoch heraus, dass niemand eingeklemmt war und wir den Einsatz schnell beenden konnten“, so Tegtmeier. Ähnlich war es mit einem „brennenden Lkw“, bei dem nur die Achse heiß gelaufen war. Ebenfalls – und zum Glück – unverrichteter Dinge konnten die Escheraner Einsatzkräfte wieder abrücken, als nach einem Verkehrsunfall auf dem „Auetal-Highway“ eine im Fahrzeug eingeklemmte Person gemeldet wurde. Diese war bereits von Ersthelfern befreit und dem Rettungsdienst übergeben worden. Und es gab im Vorjahr auch Einsätze mit weniger glücklichem Ausgang, musste Jürgen Tegtmeier berichten. So zum Beispiel der Großbrand in Rehren oder ein Lastwagen-Brand auf dem Rastplatz Schafstrift.

„Wir hatten ein intensives Jahr“, bestätigte Auteals Gemeindebrandmeister Michael Möller die Erfahrung der Ortsfeuerwehr Escher, die im Vorjahr insgesamt 15 Einsätze zu bewältigen hatte.

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Die Silberjubilare (von links): Jan Paschke, Alexander Schwerdt, Klaus-Peter Bußmann und Thomas Tegtmeier. Foto: who

Damit die Schlagkraft der Ortsfeuerwehr Escher erhalten bleibt und noch weiter optimiert wird, investiert die Gemeinde Auetal im Jahr 2021 circa 110 000 Euro für ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser an Bord (TSFW). „Und das neue Fahrzeug wird selbstverständlich mit einer neuen Tragkraftspritze ausgerüstet“, sprach Möller das Sorgenkind der Ortsfeuerwehr Escher an. Hintergrund: Die angejahrte Tragkraftspritze schwächelt zunehmend und könnte total ausfallen.

Viel besser sieht es auf der Personalseite aus. So verfügt die Einsatzabteilung über 27 Aktive mit sieben Atemschutzgeräteträgern. Zudem gibt es 30 Feuerwehrruheständler in der Altersabteilung, zwölf Jugendliche sowie 13 Jungen und Mädchen in der Kinderfeuerwehr und 40 Förderer. Im September 2018 feierte die Ortsfeuerwehr Escher das zehnjährige Bestehen der Kinderfeuerwehr und das Silberjubiläum der Jugendfeuerwehr, was ein Grund dafür ist, dass etliche ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden konnten: Florian Buddensiek, Jan Paschke, Alexander Schwerdt, Thomas Tegtmeier und Klaus Bußmann. Außerdem Mareike Paschke, Christin Wehrhahn, Arne Buddensiek und Andreas Tegtmeier.

Ausgezeichnet mit dem Goldenen Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Ortsbrandmeister Jürgen Tegtmeier. Geehrt für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Helmut Schwerdt und Friedhelm Putz, und eine Auszeichnung für je 60 Jahre Treue zur Ortsfeuerwehr Escher erhielten Heinrich Hothan, Alfred Rodewald sowie Dieter Sassenberg.

Axel Fricker und Björn Sievert wechselten aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung und Jan Paschke, Michelle Peter sowie Helen Grieger wurden zum Hauptfeuerwehrmann beziehungsweise zu Hauptfeuerwehrfrauen befördert.




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