weather-image
23°

Außergewöhnliches Schulprojekt: Grundschüler kümmern sich um Küken

Hühneraufzucht im Klassenzimmer

REHREN. Begeistert drücken sich die Schüler der Klassen 2a und 2b der Grundschule Rehren die Nasen an der Scheibe des Aufzuchtkastens in einem Nebenraum des Klassenzimmers platt. In dem Kasten tummeln sich bei konstanten 32 Grad Celsius lauter Küken. Seitdem die jungen Rassehühner vor ein paar Tagen geschlüpft sind, beobachten die Grundschüler sie ganz genau.

veröffentlicht am 16.05.2019 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 16.05.2019 um 19:40 Uhr

39 Küken tummeln sich in dem Aufzuchtkasten im Klassenzimmer. Die Grundschüler kümmern sich begeistert um die Kleinen. Foto: leo
Leonhard Behmann

Autor

Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

REHREN. Begeistert drücken sich die Schüler der Klassen 2 a und 2 b der Grundschule Rehren die Nasen an der Scheibe des Aufzuchtkastens in einem Nebenraum des Klassenzimmers platt. In dem Kasten tummeln sich bei konstanten 32 Grad Celsius lauter kleine Küken. Seitdem die jungen Rassehühner vor ein paar Tagen geschlüpft sind, beobachten die Grundschüler sie ganz genau.

Die Idee zu dem außergewöhnlichen Schulprojekt hatte Ronny Hauth. Der Vater aus Borstel, der auch Mitglied im Rassezüchterverein in Bückeburg ist, will mit der ungewöhnlichen Aktion etwas gegen den Mitgliederschwund tun. „Wir haben im Verein ein Problem mit dem Nachwuchs. Zudem sind viele unserer Mitglieder alt“, sagt Hauth. Der Hühnerzüchter stellte in der Schule einen Brutkasten auf. In dem Kasten befanden sich 42 Eier. Ab und zu kontrollierte Hauth die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. „Exakt 37,8 Grad Celsius und 55 Prozent Feuchtigkeit – so soll es sein“, sagt Hauth zufrieden. Vor wenigen Tagen sind 39 Küken geschlüpft. „Die Grundschüler haben begeistert dabei zugeschaut, wie die Kleinen mit ihren Schnäbeln mühsam die Schale der Eier zerschlagen haben – und dabei gelernt, wie viel Arbeit das ist“, erzählt Grundschullehrerin Anette Kallmeyer. Die Klassenlehrerin der 2 b freut sich sehr über das Projekt. Drei Küken müssen noch schlüpfen.

Ronny Hauths Tochter, Emilia (8), ist mit der Hühnerzucht aufgewachsen und in ihrer Schulklasse die Expertin. „Sie erklärt ihren Klassenkameraden, was gerade bei den Küken passiert und behält die Anlage im Blick“, erklärt Lehrerin Kallmeyer.

Foto. leo

Hauth unterrichtete vor Kurzem die Grundschüler und erklärte, was im Hühnerei passiert, bevor ein Küken schlüpft. „Die Grundschüler dürfen zwischendurch immer mal wieder zu den Küken und sie füttern“, erzählt Kallmeyer.

Die Aktion sei ein voller Erfolg. Die Grundschule plant schon jetzt, das Projekt im kommenden Jahr zu wiederholen. Auch Ronny Hauth arbeitet schon am nächsten Projekt. „Ich würde gern im Garten der Schule ein paar ausgewachsene Zwerghühner von Schülern betreuen lassen.“

Was genau mit den Küken passiert, steht noch nicht fest: Hauth hofft, dass der eine oder andere ein paar Hühnerküken mit nach Hause nimmt und zum Nachwuchszüchter wird. Falls nicht – auch kein Problem: „Dann nehme ich die Küken mit auf unseren Hof.“




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare