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ICE-Trasse durch das Auetal? Gemeinde lädt zu Bürgerinformation

„Ich habe das mit Erschrecken aus der Zeitung erfahren“

AUETAL. Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur hat den erst am 7. Mai veröffentlichten zweiten Gutachter-Entwurf des Zielfahrplans 2030plus mit einer ICE-Streckenführung über Stadthagen erneut verworfen. Nunmehr enthält der Gutachter-Entwurf die Anbindung des Bahnhofs Stadthagen nicht mehr. Damit ist der diskutierte Neubautrassen-Verlauf durch das Wesergebirge und den Harrl offensichtlich bereits nach wenigen Tagen wieder vom Tisch.

veröffentlicht am 20.05.2019 um 16:17 Uhr
aktualisiert am 20.05.2019 um 17:10 Uhr

Die Pläne für eine mögliche ICE-Trasse durch das Auetal sorgen für Aufregung in der Gemeinde. Foto: pixabay
Leonhard Behmann

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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite

AUETAL. Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur hat den erst am 7. Mai veröffentlichten zweiten Gutachter-Entwurf des Zielfahrplans 2030plus mit einer ICE-Streckenführung über Stadthagen erneut verworfen. Nunmehr enthält der Entwurf die Anbindung des Bahnhofs Stadthagen nicht mehr. Damit ist der diskutierte Neubautrassen-Verlauf durch das Wesergebirge und den Harrl offensichtlich bereits nach wenigen Tagen wieder vom Tisch. Ein Verlauf der Trasse durch das Auetal sei damit wieder in den Vordergrund gerückt, meint Bürgermeister Heinz Kraschewski. „Ich habe das mit Erschrecken aus der Zeitung und vom Landrat erfahren“, sagt der Verwaltungschef der Gemeinde Auetal. Zwar sei nach dem Verwirrspiel der vergangenen Monate die Frage, wo eine komplett neue Schnellfahrtrasse verlaufen könnte, derzeit alles noch völlig offen. „Jedoch hat sich der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann wiederholt als Befürworter eines Verlaufs nahe oder entlang der A 2 geoutet“, sagt Kraschewski. Eine Streckenführung entlang der Autobahn 2 würde unmittelbar das Gebiet der Gemeinde Auetal auf seiner gesamten Länge in Ost-West-Richtung betreffen, ist sich der Bürgermeister sicher.

Aus diesem Grund will Bürgermeister Kraschewski am kommenden Donnerstag, 23. Mai, interessierte Bürger zu einer Info-Veranstaltung einladen. Die Zusammenkunft soll dazu dienen, die Bürger über das Thema so gut wie möglich zu informieren und mögliche Handlungsschritte vorzustellen. Außer Kraschewski werden Landrat Jörg Farr und Gesine Frank, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative für einen trassennahen Ausbau der Bahn in Schaumburg-Minden-Porta Westfalica, ihre Sichtweisen zu der Gesamtproblematik erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Info-Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus an der Waitzenbinde 10 in Rehren (Gewerbegebiet). Die Gemeinde weist darauf hin, dass Parkplätze in der Nähe des Gerätehauses nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen.




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