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Verwaltung aller Feuerwehrdaten über sicheren Server / 400 Euro Zuschuss für Hardware?

Internet für „Feuer on“

Die Verwaltung der Auetaler Feuerwehren erfolgt mehr und mehr über das Internetprogramm „Feuer on“. Dafür müssen die Feuerwehrhäuser mit Anschlüssen und die Brandmeister mit der entsprechenden Hardware ausgestattet werden.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 14:15 Uhr
aktualisiert am 06.02.2019 um 16:20 Uhr

Michael Möller
Kerstin Lange

Autor

Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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AUETAL. Damit „Feuer on“ vernünftig verwaltet werden kann, sollen alle Auetaler Feuerwehrhäuser mit einem Internetanschluss versehen werden. Das teilt Gemeindebrandmeister Michael Möller derzeit auf allen Jahreshauptversammlungen mit.

Doch was ist „Feuer on“ überhaupt und warum benötigen die Feuerwehrleute dafür einen Internetzugang?

„Feuer on ist eine Software, die das Land Niedersachsen für die Feuerwehren gekauft hat. Damit sollen künftig fast alle Daten um die Feuerwehren verwaltet werden“, erklärte Möller auf Anfrage dieser Zeitung.

Jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau, die für die ehrenamtliche Arbeit einen Zugang für das Programm benötigen, bekommen diese. „Man kann sich dann mit seinem Benutzernamen und Passwort von jedem Rechner aus in das Programm einwählen. Somit sind die Daten unserer Feuerwehrleute nicht auf irgendwelchen Laptops gespeichert, sondern sicher auf dem Firmenserver der Firma Dräger, die das Programm entwickelt hat“, erklärt der Gemeindebrandmeister.

Die Daten seien damit sicher und auch der Absturz eines privaten, für die Feuerwehr genutzten Computers oder Laptops mache nichts mehr aus.

Derzeit werden von den einzelnen Ortsfeuerwehren, meist vom Brandmeister, die Mitglieder über „Feuer on“ verwaltet. „Das war zunächst ein größerer Aufwand, weil alle Feuerwehrleute und auch die passiven Mitglieder, in dem Programm erfasst werden mussten“, erklärte Möller. Infos zur Ausbildung der Feuerwehrleute, Beförderungen, Ehrungen und Kontaktdaten werden bei „Feuer on“ sicher gespeichert.

„Auf Kreisebene werden über das Programm derzeit schon die Lehrgänge verwaltet. Die Anmeldungen und Vergaben können darüber eingetragen und abgerufen werden“, so Möller.

„Step by step“ solle dann mehr über „Feuer on“ verwaltet werden. „Einsatzberichte könnten direkt eingegeben, Statistiken erstellt werden und auch ein Logistikmodul ist vorgesehen. Dort wird hinterlegt, wer welche Ausrüstung hat. Aber das wird noch etwas dauern“, weiß der Auetaler Gemeindebrandmeister.

In den Ortsfeuerwehren wurde das neue Programm positiv aufgenommen. Jetzt muss die Gemeinde aber noch dafür sorgen, dass die Ortsfeuerwehren auch mit dem Programm arbeiten können.

„Ein vernünftiger Internetanschluss im Feuerwehrhaus ist unbedingt notwendig, denn das Führen von Dienstbüchern und die Materialverwaltung wird sinnigerweise im Feuerwehrgerätehaus gemacht und nicht beim Ortsbrandmeister zu Hause“, stellt Möller fest.

Daher wurde im Haushalt der Gemeinde Auetal ein Betrag für die Internetanschlüsse bereitgestellt. „Die Kosten sind von Ort zu Ort unterschiedlich, denn manche Feuerwehrhäuser haben bereits einen Telefonanschluss und müssen nur Internet dazubekommen, in anderen fehlen die Anschlüsse komplett“, weiß Möller.

Außerdem wünscht sich der Gemeindebrandmeister einen Zuschuss für die Anschaffung von Hardware für alle Ortsfeuerwehren. „Es macht keinen Sinn, wenn jede Feuerwehr ein Laptop bekommt, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man ein privates Laptop auch für die Feuerwehr nutzt und umgekehrt. Niemand möchte unbedingt ein Extra-Laptop dafür. Zumal man jetzt keine Daten mehr darauf speichern muss, nicht einmal ein Programm muss man herunterladen – man wählt sich einfach ein“, so Möller. Sein Vorschlag: Pro Feuerwehr 400 Euro Zuschuss für die Anschaffung eines PCs oder Laptops.




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