weather-image
28°
Geplantes Projekt in Prioritätenliste weit hinten / Eventuell Ad-hoc-Aktion im Herbst

Kein Geld für Gehwegsanierung

Zu viele Projekte, zu wenig Geld – die Töpfe zur Dorferneuerung sind leer. Damit könnte auch der Wunsch nach der Sanierung des Gehweges an der Rolfshagener Straße geplatzt sein. Doch es gibt noch Hoffnung.

veröffentlicht am 16.05.2018 um 15:56 Uhr

270_0900_93016_a_gehweg2_1705.jpg
Kerstin Lange

Autor

Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

ROLFSHAGEN. Die Dorferneuerung ist bis Ende 2018 verlängert worden. In Rolfshagen wollte man daher den Gehweg entlang der Rolfshagener Straße sanieren, da dies dringend notwendig ist. Nachdem der Arbeitskreis Dorferneuerung diesem Projekt einstimmig zugestimmt hatte und auch in den entsprechenden Ausschüssen und im Rat beschlossen wurde, dafür 315 000 Euro im Haushaltsplan einzustellen, wurde ein entsprechender Antrag beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung in Hannover auf Förderung gestellt.

Erhofft hatten die Verantwortlichen eine Förderung im Rahmen der Dorferneuerung für den Gehweg, die Umgestaltung der Parkbuchten und die Bushaltebuchten in Höhe von 73 Prozent.

Jetzt kam die Nachricht aus Hannover, dass das Land nicht genug Geld habe, um alle Wünsche der Dorferneuerungen zu bezahlen. Nun wird nach einer Prioritätenliste gearbeitet und dabei fällt die geplante Gehwegsanierung mit Parkbuchten an der Rolfshagener Straße hintenüber.

„Wir hoffen darauf, dass zum Ende des Sommers doch noch Geld übrig ist und das Projekt dann kurzfristig realisiert werden kann“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschews-ki. Die Planungskosten in Höhe von 5 700 Euro hätte man nicht einsparen können, „denn ohne Planung kann nichts eingereicht werden“. Das sei eben das Risiko gewesen, reagierte der Bürgermeister auf die Kritik der CDU-Fraktion (wir berichteten).

„Eigentlich war ja im Rahmen der Dorferneuerung als nächster Schritt die Aufarbeitung des Multifunktionsplatzes geplant. Der wäre auf der Prioritätenliste auch weiter vorne gewesen. Aber dann hat die Gemeinde festgestellt, dass der Gehweg gemacht werden muss und über die Dorferneuerung viel Geld gespart werden könnte“, sagte Siegbert Held (WGA). Das sei nun wohl schiefgegangen, das Projekt liege auf Eis. „Wenn überhaupt noch Geld da ist, dann muss das im Herbst in einer Ad-hoc-Aktion gemacht werden, denn die Dorferneuerung läuft Ende dieses Jahres aus“, so Held.

Ortsvorsteher Rüdiger Teich stellte gegenüber dieser Zeitung fest, dass der Beschluss des Arbeitskreises für die Gehwegsanierung einstimmig gewesen ist. „Es wäre sicher sinnvoll gewesen, die repräsentative Ortsdurchfahrt zu verschönern“, so Teich. Am Multifunktionsplatz habe sich seit Beginn der Dorferneuerungsplanungen ohnehin einiges verändert. „Schon alleine durch den Wohnmobilstellplatz ist das Terrain dort attraktiver geworden und durch die Zuwegung zum DLRG-Neubau wird die Infrastruktur weiter verbessert“, so Teich.

Außerdem wären Veränderungen am Multifunktionsplatz ausgesprochen teurer geworden als die Gehwegsanierung. „Ob wir bei einem wesentlich höheren Kostenvolumen wirklich eine größere Chance gehabt hätten, in die Förderung zu kommen, sei dahingestellt“, so der Ortsvorsteher.

Nun hofft man in Rolfshagen und bei der Verwaltung, dass Ende des Sommers vielleicht doch noch eine Zusage aus Hannover kommt. Dann wird es allerdings zeitlich eng, denn bis zum Ende 2018 müsste die Maßnahme abgeschlossen werden.

Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Kommentare