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Bundestagsabgeordnete Katja Keul zu Besuch

Kita-Bündnis „Qualität im Dialog“ erregt Aufmerksamkeit

AUETAL/EXTEN. Ein Auetaler Bündnis zur Qualitätssicherung in Kindertagesstätten in der Endauswahl für den Deutschen Kita-Preis? Als die Grüne Bundestagsabgeordnete Katja Keul davon erfuhr, wurde sie neugierig. Jetzt erfuhr sie vor Ort in Exten, wie das Bündnis helfen will, Kitas weiterzuentwickeln.

veröffentlicht am 19.12.2018 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 19.12.2018 um 18:10 Uhr

Intensive Netzwerkarbeit, um die Qualität in Kitas zu steigern: Ingmar Everding (v. r.), Mareen Fennert und Heidi Weber erklären der Grünen Bundestagsabgeordneten Katja Keul das Bündnis „Qualität im Dialog“. Foto: cok
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite

AUETAL/EXTEN. Ein Auetaler Bündnis zur Qualitätssicherung in Kindertagesstätten in der Endauswahl für den Deutschen Kita-Preis? Als die Grünen-Bundestagsabgeordnete Katja Keul davon erfuhr, wurde sie neugierig. Was genau tut sich da für die Kitas im ländlichen Bereich ihres Heimatwahlkreises Schaumburg?

Am Dienstag nun erfuhr sie, dass das Kita-Bündnis „Qualität im Dialog“ sein Büro zwar im Familienzentrum Rolfshagen hat, insgesamt aber alle kommunalen 28 Kindertagesstätten aus Rinteln, Hessisch Oldendorf und dem Auetal daran beteiligt sind. Zusammen mit ihren Grünen-Kollegen Christoph Ochs, Monika Tauz und Thomas Künzel besuchte sie die Kita „MinniMax“ in Exten für ein Gespräch mit Ingmar Everding, der das Bündnis koordiniert, sowie Kita-Leiterin Heidi Weber und Mareen Fennert als Vertreterin der Stadt Rinteln.

Wie man die Qualität der Arbeit in Kitas sichert und fortentwickelt, ist schon lange Thema in den pädagogischen Einrichtungen Deutschlands. Die Kindergartenlandschaft habe sich in den vergangenen Jahren auch in Schaumburg sehr verändert, die Ansprüche seien gestiegen, die Herausforderungen größer geworden, so Everding. Im Jahr 2011 beschlossen die Bürgermeister von Rinteln, vom Auetal und von Hessisch Oldendorf, ihre Kitas organisatorisch unter einen Hut zu bringen. Das wichtigste Anliegen war dabei, eine geeignete Kommunikationsstruktur zu entwickeln. Das gelang nach und nach mit einem speziellen Netzwerkprogramm, an das alle Kitas angeschlossen sind.

Zwei Ziele werden mit dieser Vernetzung verfolgt. Zum einen erleichtert es das Anmeldeverfahren für die Eltern und die Organisation des Einsatzes von Vertretungskräften. Außerdem ermöglicht „Qualität im Dialog“ den Austausch über inhaltliche Weiterentwicklungen der einzelnen Kitas. Everding erklärte es am Beispiel der kürzlich erfolgten Fragebogenaktion, wo Eltern Wünsche und Kritik äußern konnten. Um diesen Fragebogen so effizient wie möglich zu gestalten, trafen sich Pädagogen, Eltern und Gemeindevertreter in vielen diskussionsreichen Sitzungen. Dieser Prozess führte zu einem Fragebogen, den 700 Familien ausfüllten und der nun ausgewertet wird.

Dass „Qualität im Dialog“ die Zusammenarbeit stärkt, das bestätigen Heidi Weber wie Mareen Fennert. Man sei bereits dabei zu planen, wie man die Kinder ebenfalls einbeziehen könne.

1600 Kitas hatten sich ursprünglich für den Deutschen Kita-Preis beworben. 40 von ihnen kamen in die Endauswahl. Im Januar 2019 entscheidet sich, ob „Qualität im Dialog“ einen der zehn Geldpreise erhält. „Aber selbst wenn nicht, fühlen wir uns doch bestätigt“, so Everding.

Keul zeigte sich beeindruckt: Solche Kita-Bündnisse seien eine Möglichkeit, die Qualitätssicherung der eigenen Arbeit trotz der alltäglichen Arbeitsbelastungen nicht aus den Augen zu verlieren. Sie werde sich in Berlin dafür einsetzen, dass die Refinanzierung der kostenlosen Kitaplätze durch den Bund tatsächlich die Kitas erreiche.




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