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Stützpunktwehr leistet 4324 Dienststunden / Mitgliederzuwachs auch bei den Aktiven

Kraschewski: „Es sollte Ruhe einkehren“

Ein Jahr nach dem unvorhergesehenen Wechsel an der Spitze der Ortsfeuerwehr Rolfshagen ist noch immer keine endgültige Ruhe eingekehrt, aber es geht aufwärts. Die Zusammenarbeit klappt gut, die Mitgliederzahl ist angestiegen und die Veranstaltungen der Wehr sind gut besucht. Bei Einsätzen ist auf die Rolfshäger Verlass.

veröffentlicht am 22.01.2019 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 23.01.2019 um 08:27 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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ROLFSHAGEN. „Ohne noch einmal das Gewesene aufwärmen zu wollen, möchte ich das letzte Jahr für die Rolfshäger Wehr als nicht ganz einfach bezeichnen“, hat Bürgermeister Heinz Kraschewski während der Hauptversammlung der Stützpunktwehr Rolfshagen im Gasthaus Zum Kühlen Grund festgestellt.

Da man sich zum Jahresbeginn bekanntlich etwas wünschen dürfe, „wünsche ich mir, dass bei euch wieder Ruhe einkehrt und wir uns gemeinsam der Zukunft zuwenden können“.

Zur Erinnerung: Vor einem Jahr war Ortsbrandmeister Stephan Meier in einer völlig überraschend stattfindenden Kampfabstimmung von Ralf Kopczinsky abgelöst worden. Danach traten Mitglieder aus, andere ein, die Übergabe war schwierig – durch die Ortsfeuerwehr ging ein Riss.

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Ortsbrandmeister Ralf Kopczinsky

„Für mich war das erste Jahr im Amt des Ortsbrandmeisters ein sehr arbeitsreiches und unruhiges, aber lebendiges Jahr“, stellte Kopczinsky fest, der immer wieder auch kleine Spitzen in Richtung seines Vorgängers verteilte, dann aber doch nach vorne blickte.

Sieben Austritten stünden 21 Neuzugänge gegenüber, und sogar drei Aktive mehr würden jetzt regelmäßig ihren Dienst in der Ortsfeuerwehr versehen. Damit gehören der Ortswehr jetzt 31 Aktive an.

32 Einsätze haben diese im vergangenen Jahr absolviert, davon sieben auf der Autobahn. 17 Brandeinsätze, 13 Hilfeleistungen und zwei sonstige Einsätze wurden abgearbeitet. „Unser Highlight waren brennende Lkw auf der Autobahn. Vom heiß gelaufenen Reifen bis zum Vollbrand war alles dabei“, stellte Kopczinksy fest.

Gruppenführer Siegfried Idzinsky informierte über die 4324 geleisteten Einsatzstunden der Aktiven. „Die Dienstbeteiligung hat sich sehr verbessert“, so Idzinsky.

Durch die Umbesetzungen im Ortskommando – Frank Struckmeier wurde Gerätewart, Siegfried Idzinsky Gruppenführer – wurde Jessica Struckmeier zur Jugendwartin gewählt. Sie betreut mit ihrem Team elf Jugendliche. Für sie war der Höhepunkt 2018 der TV-Dreh für die Tagesthemen über die Feuerwehren im Auetal und deren Bemühungen um Nachwuchs (wir berichteten). Die Jugendwartin informierte über die Aktivitäten der Jugendlichen, die Wettkämpfe, Orientierungsmärsche und das Tannenbaumsammeln absolviert hatten. Bei den Winterwettbewerben belegten sie den ersten Platz und schafften beim Kuppelcontest mit 28,2 Sekunden die Bestzeit. Bei den Gemeindewettbewerben war der Nachwuchs im Team mit Jugendlichen anderer Wehren als Zug West gestartet. Rund 200 Dienststunden und acht Tage Ausflugsfahrten, einschließlich des Zeltlagers, wurden von der Jugendfeuerwehr geleistet.

„Für dieses Jahr habe ich mir eine aktive Mitgliederwerbung vorgenommen, denn viele Jugendliche wechseln im nächsten Jahr in die aktive Wehr“, so Jessica Struckmeier.

Daher planen die Rolfshäger auch die Gründung einer Kinderfeuerwehr. „Das Team steht fest, ein schlüssiges Konzept wurde vorgestellt, und von Februar bis Mai soll ein Probebetrieb gefahren werden“, erklärte Kopczinsky. Neun Kinder stünden bereits auf der Interessentenliste.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Volker Wybranitz geehrt, Ralf Kopczinsky wurde für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet und Dieter Bredemeier für 40 Jahre Mitgliedschaft, davon ein Teil aktiv. Zu Feuerwehrmännern befördert wurden Marius Zipfel, Julian Meiners und Mustafa Abdu Al-Rahman.




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