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Marktplatz-Kreuzung beruhigen und Raser an Obersberg-Kreuzung bremsen

Kreisel zur Verkehrsberuhigung?

Die Autobahn und ihren Umleitungsverkehr kann niemand verhindern, aber die Verkehrssicherheit für die Auetaler erhöhen, das will man an verschiedenen Punkten versuchen.

veröffentlicht am 04.03.2019 um 17:09 Uhr

Die Experten stellen sich den Fragen der Bürger.
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Es wird zu schnell gefahren, viele Kreuzungen und Straßen sind viel zu gefährlich für Fußgänger – und die Polizei unternimmt nichts gegen Falschparker: Das ist die Bilanz der Diskussionsveranstaltung der CDU zum Thema Verkehrssicherheit im Auetal. Zumindest waren das die Bürgerempfindungen, die Polizei und Gemeinde aber nur schwer widerlegen konnten.

Mit Werner Müller, Verkehrsexperte der Polizei, Andreas Wichmann von der Polizeistation Rehren und Tamara Ehrmantraut-Riechers, Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Rinteln, sowie Bürgermeister Heinz Kraschewski und Olaf Humke von der Verwaltung hatte sich ein starkes Podium der Diskussion gestellt. Dazu waren Jörn Lohmann als Sprecher der Auetaler CDU und drei weitere Mitglieder der CDU-Fraktion sowie elf Auetaler Bürger zu der Veranstaltung in den Spiegelsaal gekommen.

„Die Kreuzung an der L 434 in Rehren ist eine große Gefahr für Fußgänger. Man muss eine vierspurige Straße überqueren. Und selbst mich als recht jungen Mann stellt das vor ein Problem, vor allem wenn ich mit dem Kinderwagen unterwegs bin“, sagte Maximilian Topp. Man dürfe nicht warten, bis ein Kind sterbe, sondern müsse vorher reagieren.

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Hier wünschen sich die Anwohner eine Ampel, aber es fehlen die Stromversorgung und ein Gehweg. Fotos: la

Wie weitere Bewohner des Bereichs an der Straße Am Horn forderte er eine Fußgängerampel für die Kreuzung. „Vielleicht auch weiter Richtung Hattendorf, wenn das dort einfacher zu realisieren ist“, so Topp.

Da aber in dem Bereich der Landesstraße nur auf einer Seite ein Gehweg vorhanden ist, ist eine Ampel dort kaum zu ermöglichen. Man will aber versuchen, dort eine Geschwindigkeitsmessanlage dauerhaft aufzustellen. „Dafür gehe ich auch sofort sammeln“, erklärte Isabell Müller, die dort ebenfalls etwas gegen Raser unternehmen möchte. „Das ist nicht nur der Weg für uns und unsere Kinder ins Zentrum von Rehren, sondern auch der Weg vieler Spaziergänger zum Horn, zum Sportplatz und zum Friedhof.“ Das Problem dort sei die Talsohle, was auch die Messungen für die Polizei erschwert. „Wir werden es aber noch mal versuchen“, versprach Ermantraut-Riechers.

Ulrich Danne forderte eine Querungshilfe vom Marktplatz zur Apotheke.

Müller erklärte, dass für eine Dunkelampel – die sicherste Möglichkeit eine Straße zu überqueren – bestimmte Zahlen erfüllt werden müssten. Und das sei dort nicht gegeben.

Cornelius Padberg warf schließlich die Idee eines Kreisels an der T-Kreuzung Rehrener Straße/Marktplatz in die Diskussion. „So würden auch die Raser gebremst, die als Rechtsabbieger an unserer Apotheke vorbeirauschen.“

Müller stellte fest, dass ein Kreisverkehr Vorteile habe, weil Verkehrsteilnehmer automatisch gebremst würden. „Das ist eine Idee, die wir uns anschauen können“, so Müller. „Aber auch eine Dunkelampel wäre dort vielleicht möglich.“

Ehrmantraut-Riechers sah das anders. „Dort eine Lösung zu finden, das ist schwierig, zumal es dort viele Einfahrten gibt.“ Zum Parkproblem an der Rehrener Straße versprach sie Kontrollen. Sie forderte aber auch die Anwohner auf: „Machen Sie einfach ein Foto und schicken uns dies mit einigen Informationen. Dann bringen wir den Verstoß zur Anzeige.“

Kraschewski wies noch einmal darauf hin, dass die Gemeinde inzwischen über vier mobile Messanlagen verfüge, die an unterschiedlichen Stellen eingesetzt würden. „Die Messungen zeigen, dass nicht zu schnell gefahren wird. Es gibt zwar auch mal Ausreißer, aber meistens ist es das subjektive Empfinden der Bürger, dass gerast wird. Das kann man uns wirklich glauben.“




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