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Bürgermeister denkt über Nachnutzung nach

„Mühlenhof“ steht zum Verkauf: Seniorenheim statt Hotel?

REHREN. Das Waldhotel Mühlenhof steht zum Verkauf. Die bisherige Besitzerin Elisabeth Meier-Schmidt will das Hotel auf Dauer nicht mehr weiterführen – warum, das will sie gegenüber dieser Zeitung nicht sagen. Meier-Schmidt erklärte auf Anfrage lediglich, dass der Hotelbetrieb zunächst wie gewohnt weiterlaufen soll.

veröffentlicht am 01.06.2019 um 00:00 Uhr

Das Waldhotel „Mühlenhof“ soll verkauft werden. Foto: la
Leonhard Behmann

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REHREN. Das Hotel wird derzeit im Internet für einen Kaufpreis von mindestens 850000 Euro angeboten. Für Bürgermeister Heinz Kraschewski kommt die Nachricht überraschend. Er sagt, er kenne die Gründe für den Verkauf des Hotels nicht. Er bedauert die Entscheidung, denn: „Der Mühlenhof ist das einzige Hotel im Auetal“, betont Kraschewski. Außer kleineren Ferienwohnungen, würde es sonst keine Möglichkeit mehr geben, im Auetal zu übernachten.

In dem Exposé der Postbank wird das vierstöckige Gebäude als „gepflegtes Hotel“ beschrieben. Das über 3000 Quadratmeter große Hotel mit seinen 52 Gästezimmern würde innovations- und arbeitstechnisch Potenzial bieten, das ausgeschöpft werden könnte, heißt es in dem Exposé.

Der Makler schlägt in diesem Zusammenhang, neben der Weiternutzung als Hotel, auch vor, das Gebäude anderweitig zu nutzen. Es sei denkbar, das Gebäude als „Institution des betreuten Wohnens“ zu nutzen, heißt es weiter.

Die Inhaberin des Meierhofes, Elisabeth Meier-Schmidt, die über den Verkauf nicht mit der Zeitung reden will, sagt auf Anfrage lediglich: „Im Moment ist noch alles offen.“

Bürgermeister Kraschewski hofft, dass sich ein Nachmieter findet. Für ihn ist klar: „Die Hauptsache ist, dass das Gebäude nicht leersteht. Ob der Mühlenhof auch in Zukunft als Hotel weitergeführt wird oder ob er zu einem Altenheim umgebaut wird, sei da egal.

„Natürlich hat das Hotel als Einiziges in der Gemeinde seinen Reiz, aber die Verwaltung würde auch die Nutzung als Alten- und Pflegeheim unterstützen“, sagt Kraschewski.

Das Potenzial für ein Alten- und Pflegeheim sei da.

„Die Seniorenresidenz Schäferhof ist die Einzige im Auetal und noch dazu gut ausgelastet“, sagt Kraschewski. Das würde zeigen, dass die Nachfrage vorhanden sei. „Schließlich wollen viele Auetaler auch im Alter hier wohnen und nicht auf Seniorenheime in Eilsen, Bad Nenndorf oder Rinteln ausweichen müssen“, sagt der Bürgermeister. Ob sich ein Investor findet, sei aber fraglich.




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